.: Panzerjäger I / PzKpfw I / SdKfz 101 :.
 

 
   
Ein Panzerjäger I in Nordafrika.
 
 
Als die ersten leichten Panzer PzKpfw I (Panzerkampfwagen I) 1934 produziert wurden, stand die Absicht dahinter, dass diese Fahrzeuge nur als Trainingsfahrzeuge benutzt werden sollten. In der Folge der Ereignisse mussten sie während der ersten Kriegsjahre jedoch als Gefechtspanzer eingesetzt werden, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil größere und schwerere Panzer noch nicht in ausreichender Anzahl zur Verfügung standen. Aber der PzKpfw I hatte eine nur zweiköpfige Besatzung, als Bewaffnung ein einziges Maschinengewehr und war durch eine dünne Panzerung nur schwach geschützt. So war er kaum ein praktisches Kampffahrzeug und die meisten wurden nach 1940 ausgemustert (aber für die ursprüngliche Ausbildungsrolle beibehalten). Es verblieb also eine große Anzahl von überschüssigen Panzerfahrgestellen ohne operative Aufgaben, so dass die Gelegenheit ergriffen wurde diese Fahrzeuge in die ersten deutschen Selbstfahrgeschütze umzunutzen. 
   
Dieses Foto eines Panzerjägers I zeigt die improvisierte Art dieser frühen Deutschen Umbauten.
Ein Versuch die Dienstzeit des des leichten Panzers PzKpfw I zu verlängern. Die Kanone war kräftig genug, doch die Unterbringung bot praktisch keinerleih Schutz.
 
 
Es war bereits entschieden worden, dass irgendeine Form von eigenbeweglichen Panzerabwehrkanonen von großem Vorteil für die Panzerabwehreinheiten wären, die sonst gezogene Kanonen hätten einsetzen müssen. Das erste Exemplar, das diese Forderung erfüllte, wurde dadurch geschaffen, dass man eine 3,7-cm-Pak 35/36 auf einen turmlosen PzKpfw I aufsetzte. Obwohl diese Umrüstung Erfolg versprach, wurde sie nicht eingeführt, weil man Mitte 1940 einschätzte, dass die 37-mm-Kanone nicht genügend Feuerkraft hatte um es mit der zukünftigen Panzerung aufnehmen zu können. So wurde stattdessen eine tschechische 47-mm-Panzerabwehrkanone aufgesetzt, und diese Kombination wurde für den Dienst als Panzerjäger I für 4,7-cm Pak(t) eingeführt. 
Die tschechische Kanone war eine feuerstarke, bewährte Waffe, die wohl imstande war die meisten Panzerungen zu durchschlagen, auf die man vermutlich stoßen konnte, und die Alkett AG nahm insgesamt 132 Umrüstungen vor. Das Ergebnis war ein erster Versuch den ursprünglichen Turm zu demontieren, eine Platte über die Vorderseite des Turmringes zu setzen und über der Motorabdeckung eine kleine Arbeitsplattform einzurichten war alles, was dabei erforderlich war. Die Kanone wurde in einen kleinen Schutzschild gebaut, der oben und hinten offen gelassen wurde. Die Besatzung bestand aus dem Fahrer, der noch seine ursprüngliche Position vom PzKpfw I her einnahm, und zwei Mann, die die Kanone bedienten. Ein Kampfsatz von 74 Schuss Munition wurde als Standard mitgeführt, obgleich auch noch mehr hätte hinzugefügt werden können. Das Fahrgestell, das hauptsächlich für die Umrüstung verwendet wurde, war das des PzKpfw I Ausf B. 
   
Dieses SdKfz Panzerjäger I war das erste Exemplar, was von den Alliierten in Nordafrika erbeutet wurde. Es wurde einer umfassenden Technischen Untersuchung unterzogen. Es trug eine Tschechische 4,7cm Panzerabwehrkanone, in einem nach hinten offenen Aufbau.
 
 
Die Panzerjäger I dienten in Nordafrika und während der frühen Phasen der Feldzüge in der Sowjetunion. Sie erwiesen sich als feuerstark genug um gegnerische Panzer zu zerstören, aber ihr genereller Mangel an Schutz für die eigene Besatzung machte sie zu sehr verletzbaren Zielscheiben. Folglich wurden sie, sobald bessere Ausrüstung zur Verfügung stand, von Fronteinsätzen zurückgezogen und Bereichen zugeordnet, wo sie eher Polizeiaufgaben zu erfüllen hatten. Zu den bevorzugten Einsatzorten gehörte der Balkan. Die Einheiten an der Ostfront entfernten ab etwa Ende 1942 häufig die Kanonen und benutzten die Fahrgestelle für Versorgungstransporte.
 
 
 
 
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