.: 7,5cm Feldkanone 16nA und leichte Feldkanone 18 ( FK16nA & LeFK18) :.
 

 
   
Diese hier gezeigte Feldkanone Modell 16 wird dafür benutzt, Angehörige der Indischen Legion auszubilden, eine der Einheiten, die von den Deutschen aus unzufriedenen Kriegsgefangenen zusammengestellt wurden, um gegen ihre früheren Kameraden zu kämpfen.
 
 
Fast zur gleichen Zeit, als die deutsche Armee damit begann, gegen Ende des 19. Jahrhunderts neue Feldkanonen zuzulassen, wählte sie das Kaliber 7,7 cm als ihr Standardkaliber für Feldkanonen. 1896 wurde die deutsche Feldkanone C/96 mit diesem Kaliber produziert. Sie wurde 1916 modernisiert und überarbeitet, so dass die Feldkanone 7,7-cm FK 16 herauskam. Nach 1918 gab es ein drastisches Überdenken der deutschen Waffenpraxis, und zu den Veränderungen, die sich aus dieser Studie ergaben, gehörte die Einführung eines neuen Standardkalibers von 7,5 cm. Dieses Kaliber war (und ist es noch immer) ein Standardkaliber für die Feldkanonenmunition, so dass die Deutschen nur ausgetretene Pfade beschritten.
Der Vertrag von Versailles hatte den Rest der deutschen Armee mit einem gewissen Bestand an alten Exemplaren der FK 16 belassen, so dass man diese Kanonen durch Ausrüsten mit neuen 7,5-cm-Rohren modernisieren konnte. Sie erhielten nunmehr die Bezeichnung 7,5-crn FK 16 nA, wobei das nA „neuer Art" bedeutete.

Die mit neuen Rohren bestückten Kanonen wurden 1934 bei den Batterien der reitenden Artillerie zur Unterstützung der Kavallerieeinheiten eingeführt. Die Deutschen setzten die berittenen Kavallerieeinheiten bis 1945 ein, aber damals war die FK 16 nA bereits nicht mehr in Gebrauch, weil sie ein Überbleibsel aus einer vergangenen Ära war. Zudem war sie an sich viel zu schwer und ihr fehlte es an Beweglichkeit für ihre Aufgabe in der Kavallerie. So wurden viele in die Ausbildungsrolle zurückbeordert oder an verschiedene Einheiten im Hinterland übergeben. Als der Krieg zu Ende ging, waren noch immer große Stückzahlen im Einsatz. Eine hat sich ihren Weg in die Geschichte freigeschossen, indem sie eine Panzerformation der Alliierten während der Gefechte in der Nähe der Normandie-Brückenköpfe im Juni 1944 eine ganze Weile aufhielt. Jene besondere Kanone wurde erst zerstört, als sie 10 Panzer der Alliierten außer Gefecht gesetzt hatte.

Gerade als das Aufrüsten der alten Lafetten der 7,7-cm-FK 16 mit neuen Rohren voll im Gange war, kam die Forderung nach einer neuen Konstruktion für eine Kanone für die Kavallerie. 1930 und 1931 brachten Krupp und Rheinmetall Entwürfe heraus, und nachdem der Entwurf von Krupp schließlich ausgewählt worden war, dauerte es bis 1938, dass die ersten Exemplare für den Dienst ausgeliefert wurden. Die neue Konstruktion erhielt die Bezeichnung leichte Feldkanone 7,5-cm leFK 18. Sie verfügte über eine Spreizlafette mit genieteten Kastenholmen und eignete sich auch zur Panzerbekämpfung. Unter der zur Verfügung stehenden Munition befand sich auch Hohlladungsmunition. Die leFK 18 wurde als ein großer Erfolg gewertet. Ihre Reichweite war allerdings etwas geringer als die der Waffe, die sie ersetzen sollte, und das komplexe Fahrwerk machte sie zu einem teuren und schwierig zu produzierenden Gerät. Folglich wurden nicht viele davon produziert, und der Schwerpunkt bezüglich des Kalibers von Feldartilleriegeschützen wurde auf das Kaliber 10,5 cm verlagert. Die leFK 18 blieb jedoch in der Produktion für den Export um damit Einfluss zu gewinnen und ausländische Währungen zu erhalten.
 
 
 
 
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