.: 10,5cm Haubitzen leFH18 & leFH18(M) & leFH18/40 :.
 

 
   
Die 10,5-cm leHF 18 in ihrer ursprünglichen Form ohne Mündungsbremse, mit Stahlgussspeichenrädern mit Vollgummiauflage in der typischen deutschen Form und mit der ursprünglichen schweren Lafette. Sie war eine Rheinmetall-Konstruktion, die sich als brauchbare Waffe, aber zu schwer für die vorgesehene mobile Rolle erwies, insbesondere in den Schlammperioden an der Russischen Front.
 
 
Schon vor dem Ersten Weltkrieg hatte die deutschen Militärs das Kaliber 105-mm für ihre Standard-Feldhaubitzen gewählt, und daran hielt sie auch fest. Während des Ersten Weltkrieges war die leichte Feldhaubitze 10,5-cm leFH 16 die Standardhaubitze, die dieselbe Lafette benutzte wie die später zum Standard erhobene 7,7-cm FK16. Nach 1918 verblieben große Stückzahlen dieser Haubitzen bei der Reichswehr und wurden dazu benutzt, die Generation von Artilleristen auszubilden, die im Zweiten Weltkrieg die Batteriekommandeure und Unteroffiziere stellten.

Die Einsatzanalyse, die von den deutschen Militärplanern in den zwanziger Jahren durchgeführt wurde, hatte gezeigt, dass in zukünftigen Konflikten ein 105-mm-Geschoss weitaus wirksamer wäre als das 75-mm-Äquivalent bei nicht viel höheren Kosten für das Abfeuersystem mit dem dafür in Frage kommenden Artilleriegeschütz. So entschieden sie sich für eine neue 10,5-cm-Haubitze und die Konstruktionsarbeit begann bereits 1928/ 1929. Rheinmetall erhielt die Leitung des Projekts und bereits 1935 war die Waffe truppentauglich.
 
   
Die 10,5-cm leHF 18(M), bei der die Mündungsbremse deutlich zu sehen ist. Diese ermöglichte der Haubitze eine Steigerung der Schussweite auf über 12 km. Es wurden mehrere Konstruktionen von Mündungsbremsen eingesetzt, bis man eine entwickelte, mit der auch unterkalibrige Munition abgefeuert werden konnte.
 
 
Die neue Waffe war die 10,5-cm leFH 18. eine konventionelle und ausgereifte Haubitze mit einem brauchbaren Geschossgewicht und einer ausreichenden Reichweite. Wenn es an der leFH 18 einen Mangel gab, dann den, dass sie im Verlauf der Entwicklung zu schwer geworden war. Da aber hauptsächlich motorisierter Transport für die Zugleistung zu erbringen war, gab es theoretisch keinen großen Nachteil. Die leFH 18 wurde ein wertvoller Exportartikel und große Stückzahlen wurden nach Spanien, Ungarn, Portugal und an einige südamerikanische Staaten verkauft. Zahlreiche Exemplare wurden auch verwendet um die sich vergrößernden deutschen Streitkräfte auszurüsten.
 
   
Zurückgelassene Haubitzen des Modells 10,5-cm leFH 18(M) in der Normandie im Juni 1944. Man beachte die deutlich erkennbare große Spreizlafette mit Kastenholmen und großen Klappspornen.
 
 
Da die Artilleristen immer größere Reichweiten verlangten, wurde für die leFH 18 eine verbesserte Treibladung eingeführt. Diese erforderte das Anbringen einer Mündungsbremse, was eine Änderung der Bezeichnung in 10,5-cm leFH 18(M) bedeutete, wobei die Mündungsbremse durch das Anhängsel M ausgedrückt wird. Das Anbringen dieser Mündungsbremse brachte wiederum mit sich, dass unterkalibrige 88-mm-Munition mit Geschossring nicht abgefeuert werden konnte. Dies war erst später möglich, als eine überarbeitete Konstruktion eingeführt wurde. 
So ging also die Serie leFH 18 in den Krieg und erwies sich als ausreichend wirkungsvoll, bis der Winterfeldzug in der Sowjetunion 1941/1942 seine Spuren hinterließ: Während des Tauwetters gingen große Stückzahlen an 105-mm-Haubitzen verloren, weil ihr Gewicht für die verfügbaren Schleppfahrzeuge zu hoch war und diese nicht vermochten, die Waffen aus dem überall vorhandenen Schlamm zu ziehen. Es folgte sogleich eine eilige Suche nach einem alternativen Fahrwerk.

 
   
Die 10,5-cm leHF 18 in Aktion in Frankreich im Mai 1940. Während des raschen Vormarsches im Frankreich-Feldzug waren sie den zahlreicheren französischen Artillerieeinheiten ständig überlegen.
 
 
   
Eine 10,5cm Haubitze 18/40, in Feuerbereitschaft an der Ost Front.
 
 
Das Ergebnis war eine unbefriedigende Improvisation. Die nur wenig abgewandelte Lafette der 7,5-cm-Panzerabwehrkanone Pak 40 wurde einfach als neues Gestell für die leFH 18(M) mit dem zugehörigen Rohr, der Wiege mit Rücklaufbrems- und Vorholeinrichtung und dem großen Schutzschild genommen. Das Gerät war etwas leichter als das Original und die improvisierte Anordnung warf immer wieder Probleme auf, die nie richtig beseitigt wurden. Es war beabsichtigt, dass die neue Kombination aus Haubitze und Lafette, die mit 10,5-cm leFH 18/40 bezeichnet wurde, die Standard-Feldhaubitze für die gesamte Wehrmacht werden sollte, was aber nie passierte, und 1945 war selbst noch die alte FH16 an der Front im Einsatz.
 
 
 
 
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