.: 35,5cm Haubitze M.1 / 35,5cm H M.1 :.
 

 
   
Der Lebensweg der riesigen 35,5-cm H M.1 hier im Einsatz an der Ostfront, ist noch immer geheimnisumwittert. Einige von ihnen wurden eingesetzt um die sowjetischen Festungen von Sewastopol zu brechen.
 
 
1935 erteilte die deutsche Wehrmacht der Firma Rheinmetall den Auftrag zum Bau einer vergrößerten Version ihrer 24cm-K3, und obwohl die Konstruktion dieser Kanone sich noch in einem frühen Stadium befand, gelang es Rheinmetall eine neue Konstruktion mit einem tatsächlichen Kaliber von 355,6 mm zu fertigen. Das erste Exemplar wurde tatsächlich 1939 in Dienst gestellt. Es war eine vergrößerte Version der 24-cm-Version. Die neue Waffe wurde mit 35,5-cm-Haubltze M.1
(35,5-cm-H M.1) bezeichnet. Sie enthielt viele der Merkmale der 24-cm-Konstruktion einschließlich der Lafette und des doppelten Rücklaufsystems. Diese Waffe wurde auch in sechs Lasten transportiert, eine siebente Last beanspruchte der elektrische Kran, der die übrigen Einzellasten von ihren Transportfahrzeugen hieven musste. Energie lieferte ein Generator, der auf derselben 18-Tonnen-Halbkettenzugmaschine mitgeführt wurde. Weitere dieser Zugmaschinen wurden benötigt um die anderen Teile zu schleppen. Dazu gehörten Rohr, Unterlafette, Oberlafette, Wiege, vordere Grundplatte und hintere Grundplatte.Scheinbar gibt es keinen Bericht darüber, wie lange es dauerte, um die H M.1 in Bereitschaft zu bringen, aber die dafür erforderliche Zeit dürfte recht lang gewesen sein. Es ist bekannt, dass diese Waffe nur von einer Einheit eingesetzt wurde, nämlich einer Batterie der schweren Artillerie-Abteilung (mot Z.) 641.
Diese motorisierte Artilleriebatterie war an der Belagerung und Erstürmung von Sewastopol beteiligt, aber die genauen Umstände des Einsatzes zu anderen Zeiten sind nicht belegt. 
   
Der Aufbau einer 35,5cm Haubitze H M.1
 
 
In der Tat ist die H M.1 eine etwas mysteriöse Waffe und es gibt noch einige unbekannte Tatsachen, die ihren Dienstweg betreffen. Selbst die genaue Anzahl der gefertigten Exemplare ist ungewiss. Es ist bekannt, dass diese Waffe in der Rheinmetall-Fabrik in Düsseldorf gefertigt wurde, aber die Zahl der produzierten Exemplare schwankt von drei bis sieben je nach der Quelle, auf die Bezug genommen wird. Die abgefeuerten Geschosse waren eine 575 kg schwere Granate und es gab auch eine betonbrechende Granate, die 926 kg wog. Es soll auch möglich gewesen sein, eine Schwenkung um 360° auszuführen, wenn man motorgetriebene Antriebsvorrichtungen benutzte.

Wegen ihres Gewichts und ihrer Größe hatte die H M.1 eine Schussweite von nur 20,85 km. Daher muss die Wirksamkeit dieser Waffe bereits zu jener Zeit fragwürdig gewesen sein. Rückblickend erscheint es zweifelhaft, dass die beträchtliche Investition von Geld, Arbeitskraft und Ausrüstung in eine Haubitze mit einer solch begrenzten Schussweite sich gelohnt hat. Aber die H M.1 feuerte eine Granate, die eine verheerende Wirkung gehabt haben muss, wenn sie ihr Ziel
traf. Selbst die stärkste Festung hätte nach einigen Treffern von solchen Granaten nicht standhalten können, und das machte diese Haubitze zu einer kriegswichtigen Waffe für die Wehrmacht. Die Wahrheit aber ist, dass es während des Zweiten Weltkrieges wenige solcher Ziele für die H M.1 gab. Lediglich während der Belagerung von Sewastopol fanden diese Haubitzen breiten Einsatz. Es gibt Berichte, wonach sie 280 Schuss feuerten. Das muss schon eine gewisse
Zeit gedauert haben, denn die Schussfolge der H M.1 lag bestenfalls bei einem Schuss in vier Minuten.
 
 
 
 
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