.: 24cm Kanone 3 / 24cm K3 :.
 

 
   
Die 24cm K3 war eine Kanone mit sehr großer Schussweite. Sie war konstruiert worden für den Beschuss von Batterien und für das Zerstören von Festungen, aber es nurden nur eine Hand voll hergestellt.
 
 
1935 begann Rheinmetall die Konstruktionsarbeit an einer neuen schweren Kanone. um eine Forderung der Wehrmacht nach einer Kanone hoher Schussweite zu erfüllen, die gegen Batteriefeuer eingesetzt werden und ein schweres Geschoss abfeuern konnte. Das erste Exemplar wurde 1938 produziert und eine kleine Serie unter der Bezeichnung 24-cm-Kanone 3 (24-cm-K 3) bald darauf in Auftrag gegeben. Die K 3 war ein ziemlich massives Artilleriegeschütz, das mit einem neuen
doppelten Rücklaufsystem ausgestattet war, gekoppelt mit einer Feuerplattform, die leicht um 360° geschwenkt werden konnte. Der maximale Rohrerhöhungswinkel lag bei 56°, so dass im oberen Bereich gefeuert werden konnte, um zu gewährleisten, dass das Steilfeuer gegen Festungen und Feldstellungen die höchstmögliche Wirkung erzielte.

Das Fahrwerk der K 3 war mit jeder Art von technischen Neuheiten gut ausgestattet. Um die Waffe so beweglich wie nur möglich zu machen wurden die ganze Kanone und das Fahrwerk auf sechs Lasten aufgeteilt. Der Zusammenbau an Ort und Stelle gestaltete sich durch eine Anzahl von eingebauten Rampen und Winden relativ einfach und schnell. Verschiedene Sicherheitsmaßnahmen gab es für den Fall, dass der Zusammenbau in irgend einer Weise nicht ganz korrekt erfolgt war. Beispielsweise konnte bei einem nicht einwandfreien Zusammenbau des Verschlussblocks die Kanone nicht feuern, und für den Fall eines Seilbruchs an einer Winde war das betreffende Bauteil so abgesichert, dass es keinen Schaden anrichten konnte.
Angesichts all dieser Maßnahmen brauchten etwa 25 Mann ungefähr 90 Minuten um die Kanone in Feuerbereitschaft zu versetzen. Sobald sie in Betrieb war, lief zur Stromerzeugung ständig ein Generator, der fester Bestandteil des Fahrwerks war.

Es wurden nicht viele Exemplare der K 3 produziert. Die meisten Quellen geben 8 oder 10 Stück an. Sie alle wurden von einer einzigen Einheit, der schweren Artillerie-Abteilung (mot) I./84, operativ eingesetzt. Dieses motorisierte Artilleriebataillon hatte drei Batterien (Jede mit zwei Kanonen) und war überall in Europa von der UdSSR bis zur Normandie im Einsatz.
Die K 3 war auch Gegenstand vieler Experimente seitens der deutschen Konstrukteure. Es wurden spezielle Rohre gefertigt um mit Körperrillen versehene Experimentiergeschosse abzufeuern, die mit dem Zug des Rohres ausgerichtet wurden, wenn das Projektil in die Kammer geschoben wurde. Andere Rohre feuerten Geschosse mit Granatringen um die Schussweite zu erhöhen. Das Ziel war auch hier eine Erhöhung der Schussweite. Einige Rohre wurden mit glattem Lauf gefertigt um die weit reichenden Peenemünder Pfeilgeschosse abzufeuern.

Durch Zufall in der Produktionsplanung wurden die von Rheinmetall konstruierten Waffen K 3 von Krupp in Essen produziert. Die Ingenieure von Krupp waren nicht sonderlich begeistert von den Ingenieurleistungen an der K 3 und meinten es besser zu können. So produzierten sie ihre eigene Version, die 24-cm-K 4.
Diese war eine sehr fortschrittliche Konstruktion, die vorsah, das Geschütz zwischen zwei Vollkettenfahrgestellen vom Typ Tiger fahrbar zu machen. Auch eine Version auf Selbstfahrlafette war vorgesehen, aber der Prototyp wurde bei einem Luftangriff 1943 auf Essen zerstört und das ganze Projekt abgebrochen. Die K 3 war noch im Einsatz, als der Krieg zu Ende ging und schließlich fiel ein Exemplar in die Hände der US-Armee. Es wurde in die Vereinigten Staaten
gebracht und dort gründlich untersucht.
 
 
 
 
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