.: 17-cm Kanone 18 und 21-cm Mörser 18 | 17-cm K18 und 21-cm Mrs18 :.
 

 
   
Der 21-cm-Mörser 18 benutzte die gleiche Lafette wie die 17-cm-K 18. Die Deutschen bezeichneten ihre schweren Haubitzen als Mörser.
 
 
Wenn es um die Konstruktion von Artilleriewaffen während der beiden Weltkriege geht, so kann die Firma Krupp in Essen als die wirklich führende Firma betrachtet werden. Das vorhandene Potenzial der Firma, gekoppelt mit der durchgehenden Entwicklung von Innovationen, führten zu einigen der bemerkenswertesten Artilleriegeschützen jener Zeit. Eine dieser Innovationen kennzeichnet zwei der herausragendsten Artilleriegeschütze, die während des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz kamen. Eine entscheidende Neuerung war die doppelte Rücklaufeinrichtung, bei der sowohl das Rohr als auch zusätzlich die Oberlafette zurücklaufen konnten. Auf diese Weise wurden alle Rückstoßenergien absorbiert, so dass praktisch keine Relativbewegung zum Boden mehr erfolgte, wodurch natürlich die Feuergenauigkeit erhöht wurde. Weitere Verbesserungen gewährleisteten auch, dass das auf der Grundplatte mittels dreier mit Rollen versehener Zwischenstücke gelagerte Geschütz (mit einem Drehzapfen Im Mittelpunkt) sich weitaus effektiver schwenken ließ.
 
   
Als die britische 8. Armee weiter nach Tunesien eindrang, wurde diese 17-cm K18 im intakten Zustand erbeutet. Ihre Schussweite war größer als die des 21-cm Mrs18, so dass die Produktionsanlagen nach 1942 ausschließlich der K 18 vorbehalten waren.
 
 
Diese technische Neuerung der doppelten Rücklaufeinrichtung wurde hauptsächlich bei zwei Krupp Waffen benutzt. Die kleinere war die 17-cm-Kanone 18 (tatsächliches Kaliber 172.5 mm) und die größere der 21-cm-Mörser 18 (die Deutschen folgten oft der auf dem europäischen Festland üblichen Praxis schwere Haubitzen als Mörser zu bezeichnen). Diese zwei Waffen wurden in der 17-cm-Form 1941 und in der 21-cm-Form 1939 eingeführt. Beide erwiesen sich als ausgezeichnete Waffen und die Nachfrage war so stark, dass Krupp eine Extraproduktion zu Hanomag nach Hannover vergeben musste. Zunächst gewährte man dem 21-cm-Mörser 18 den Vorrang und es wurde eine Reihe von Granaten für diese Waffe entwickelt einschließlich betonbrechender Granaten. Aber mit dem Erscheinen der 17-cm-K 18 wurde bald deutlich, dass die 17-cm-Granaten nur geringfügig weniger wirksam waren als ihre 21-cm-Äquivalente und dass die 17-cm-Kanone eine viel größere Schussweite (29.6 km gegenüber 16,7 km) hatte. Somit erhielt 1942 die 17-cm-K 18 den Vorrang und die Produktion des 21-cm-Mörser 18 wurde eingestellt.

Aber der 21-cm-Mörser 18 blieb bis zum Ende des Krieges im Einsatz wie auch die 17-cm-K 18. Einige der zuletzt genannten Geschütze vom TVp K 18 wurden auch von den Alliierten erbeutet und dann, wenn der Munitionsnachschub für ihre eigenen Geschütze durch die lange Logistikkette von der Normandie bis zur deutschen Grenze ins Stocken geriet, gegen Wehrmachtstruppen eingesetzt. Für ihr Gewicht und ihre Größe waren sowohl die 17-cm als auch die 21-cm Waffe relativ einfach zu bedienen. Eine volle Schwenkung um 360° konnte von nur einem Bediener durchgeführt werden, und obwohl beide Waffen in zwei Lasten transportiert werden mussten. waren die Lafetten u.a. mit Winden, Rampen und weiteren technischen Details so gut ausgerüstet, dass die Übernahme von der Lafette bzw. vom Rohrwagen rasch erledigt werden konnte. Über kurze Entfernungen konnten beide Waffen jeweils als eine Last von einer schweren Halbkettenzugmaschine geschleppt werden.
 
 
 
 
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