.: 15-cm Kanone 18 | 15-cm K18 :.
 

 
   
Ein Museumsstück einer 15-cm Kanone 18.
 
 
Als von der deutschen Wehrmacht 1933 eine Forderung nach einer schweren Kanone erhoben wurde um die neuen Divisionsbatterien der Heeresartillerie damit auszurüsten, war die Firma Rheinmetall GmbH in der Lage, diesen Auftrag zu realisieren. Unter Benutzung derselben Lafette, wie sie für die Ausschreibung zur 15-cm sFH eingereicht wurde, konstruierte Rheinmetall eine lange und technisch gelungene Kanone mit einer Schussweite (je nach Ladung) von nicht weniger als 24,5 km, was deutlich über dem lag, was damals verfügbar war. Die Produktion lief allerdings nicht gleich an, weil zunächst der sFH 18 Vorrang eingeräumt wurde. Erst 1938 konnte das Heer seine ersten Exemplare unter der Bezeichnung 15-cm-Kanone 18 (15-cm K18) einführen.
 
   
Eine 15-cm K 18 bildet das Mittelstück eines deutschen Artillerieparks, der von den Briten in Libyen erbeutet wurde. Diese Rheinmetall Konstruktion hatte eine beeindruckende Schussweite, es war aber ein hoher Zeitaufwand erforderlich um sie in Stellung zu bringen oder abzubauen.
 
 
 
Als das Heer diese Waffe erhielt, war es zufrieden über die Schussweite und Geschosse, aber von einigen anderen Merkmalen nicht so begeistert. Eines davon war die Länge der Kanone, so dass diese mit Ausnahme von kurzen Entfernungen nicht zusammen mit den Fahrwerk geschleppt werden konnte. Für jeden Transport über größere Entfernungen musste das Rohr von der Kastenlafette genommen und auf einem eigenen Rohrwagen transportiert werden. Der Lafettenwagen selbst wurde auf seinen eigenen Rädern und einer kleinen Protzachse mit weiteren zwei Rädern geschleppt. Der hohe Zeitaufwand war ein unerwünschtes Merkmal beim Einsatz der Kanone. Von Vorteil war, dass mit Hilfe der Grundplatte und angehobenen Rädern die Lafette um 360° geschwenkt werden konnte.

Die Konstruktion der Wiege und der Lafette ließen allerdings innerhalb des Geschützes nur eine begrenzte Schwenkbarkeit zu. Die Lafette war mit klappbaren Rampen und Winden ausgestattet. Während des Marsches konnte die 15-cm-Kanone 18 nur getrennt als Rohr und als Lafettenlast gefahren werden.
Doch die Nachtelle des Geschützes waren nicht nur das zeitaufwendige Instellung gehen und der Abbau, auch die Schussfolge der K 18 lag bestenfalls bei zwei Schuss pro Minute. So überraschte es nicht, dass die Artilleristen nach etwas besserem verlangten, aber mittlerweile lief die Produktion und sie mussten sich mit den Gegebenheiten abfinden. Dabei stellte sich heraus, dass viele der K 18 den Batterien der ortsfesten Küstenverteidigung oder Garnisonsdivisionen
zugeteilt wurden, wo ihr relativer Mangel an Beweglichkeit nicht so sehr ins Gewicht fiel. So überraschte es nicht, dass die Küstenbatterien sehr bald herausfanden, dass die K 18 eine gute Küstenschutzkanone ab gab. Ihre große Schussweite und der Schwenkbereich waren ideal.
Die Fertigung der K 18 wurde 1943 zugunsten schwerer Waffen eingestellt. Auch bei der 15-cm-Kanone 18 wurden verschiedene Ladungen verwendet, die mittels einer Hauptkartusche, einer Sonderkartusche und zwei Vorkartuschen variiert werden konnten. Zum Verschuss kam die 43 kg schwere Kanonengranate 18, die später von der Kanonengranate 42 abgelöst worden ist. Zum Durchschlagen von Beton war die 15-cm-Granate 19 rot Beton vorgesehen.

Den Berichten zufolge soll die K18 eine der besten Konstruktionen von Rheinmetall gewesen sein. Sie hatte eine ausgezeichnete Schussweite und feuerte wirkungsvolle Geschosse, aber für die Artilleristen, die die Kanone bedienen mussten, war die Herstellung der Feuerbereitschaft mit harter Arbeit verbunden.
 
 
 
 
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