.: 15cm schwere Feldhaubitze 18 und 18M | 15cm sFH 18 und sFh 18M :.
 

 
   
Die 15-cm sFH 18 war ein Kompromiss zwischen dem Krupp und dem Rheinmetall Entwurf. Sie wurde zum Standardgerät für das deutsche schwere Feldgeschütz des Zweiten Weltkrieges. Hier ist sie In einer an der Ostfront eingesetzten farbigen Version zu sehen.
 
 
In Deutschland waren die Firmen Krupp und Rheinmetall seit der Jahrhundertwende die zwei größten Konzerne, die Artilleriegeschütze herstellten. Beide Firmen überlebten den ersten Weltkrieg unbeschadet. Da aber ihre Märkte weggebrochen waren entschieden beide Firmen sich auf neue Produkte einzustellen. Für beide Firmen waren die zwanziger Jahre eine Zeit der Einschränkung in Forschung und Entwicklung, vor allem auch im militärischen Bereich, doch als die Nazipartei 1933 an die Macht kam, waren sie fast nahtlos in der Lage, auf die Wünsche der neuen politischen und militärischen Führung zu reagieren. Ins Konzept dieser Führung passte es durchaus, beide Firmen aufzufordern, für jede neue Anforderung seitens der Artillerie Entwürfe einzureichen. Jedes Mal, wenn von der sich vergrößernden deutschen Wehrmacht der Ruf nach einer neuen Feldhaubitze ertönte, waren beide Firmen mit einem passenden Entwurf zur Stelle.
 
   
Diese 15-cm sFH 18 wird mittels eines Halbkettenfahrzeugs SdKfz 7 in den Frachtraum eines Großraumtransporters Messerschmidt Me 323 „Gigant" verfrachtet.
 
 
Das Problem für die Auswahlgremien der Streitkräfte bestand darin, dass von den eingereichten Entwürfen einer so gut wie der andere war. Somit war das endgültige Gerät ein Kompromiss: 1933 wurde das Rheinmetall Geschütz auf die Lafette von Krupp gesetzt. Ihm wurde die Bezeichnung 15-cm schwere Feldhaubltze 18 (15-cm sFH 18) gegeben, auch wenn das tatsächliche Kaliber 149 mm betrug. Die Haubitze wurde schnell zum deutschen Standardgerät als schwere Feldhaubitze und auf zahlreichen Produktionslinien überall in Deutschland gefertigt.
 
   
Eine 15cm schwere Feldhaubitze 18.
 
 
Die erste Version der sFH 18 war noch für den Transport durch Pferdezug vorgesehen und musste folglich auf zwei Lasten aufgeteilt werden, nämlich Rohr und Lafette. Aber kurz darauf produzierte man eine Version, die von einer Halbkettenzugmaschine geschleppt werden sollte, und diese wurde bald zur üblichen Version. Sie erwies sich als eine ausgereifte und stabile Haubitze und kam in allen deutschen Feldzügen des Zweiten Weltkrieges zum Einsatz. Als der Einmarsch in die Sowjetunion 1941 im Gange war, wurde den Deutschen jedoch bald klar, dass dieses Geschütz durch die sowjetische 152-mm-Kanonenhaubitze M37 übertroffen wurde. Es wurden verschiedene Versuche unternommen die Schussweite zu erhöhen. Hierzu gehörte auch, dass zu den bereits benutzten sechs Treibladungen noch zwei hinzugefügt wurden. Diese Extraladungen brachten eine gewisse Wirkung, verursachten aber einen übermäßigen Rohrverschleiß und überlasteten den Rückstoßmechanismus der Lafette. Um das letztere Problem zu überwinden, stattete man einige Haubitzen mit einer Rohrmündungsbremse aus. aber diese Abänderung brachte keinen großen Erfolg, und so wurde die Idee fallen lassen. Derart modifizierte Waffen erhielten die Bezeichnung 15-cm sFH 18(M).
 
Mit zunehmender Dauer des Krieges wurde die sFH auf eine Selbstfahrlafette mit der Bezeichnung Hummel gesetzt. Dieses Gerät bildete einen Teil der Artilleriekomponente einiger Panzerdivisionen. Nicht alle wurden in der Rolle als Feldgeschütz eingesetzt. Divisionen, die entlang der Verteidigungslinien des Atlantikwalls stationiert waren, benutzten ihre Feldhaubitzen um die Küstenverteidigungsanlagen zu unterstützen, die normalerweise der deutschen Marine unterstellt waren. Einige Haubitzen sFH wurden den Verbündeten der Deutschen, insbesondere Italien (obice da 149/28) und zeitweise Finnland (m/40) übergeben.
Als der Krieg 1945 zu Ende ging, waren noch immer große Stückzahlen der sFH 18 im Einsatz, und diese Haubitzen wurden noch eine Zeit lang von vielen Armeen benutzt. Die Tschechoslowakei benutzte längere Zeit eine modernisierte Version der sFH 18, und dieser Typ wurde auch von der portugiesischen Armee eingesetzt.
 
 
 
 
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