.: Gepanzerte Selbstfahrlafette SdKfz 142 / Sturmgeschütz III / StuG III :.
 

 
   
Ein StuG III Ausführung G mit Zimmerit-Anstrich in der Wehrtechnischen Studiensammlung Koblenz.
 
 
Im Ergebnis der Erfahrungen aus dem Ersten Weltkrieg erkannten die deutschen Militärs den Bedarf an einer gepanzerten beweglichen Kanone, die der angreifenden Infanterie folgen konnte und genügend Feuerkraft hatte um Widerstandsnester und Bunker zu knacken. Während der späten dreißiger Jahre wurde eine solche Kanone entwickelt, wobei das Fahrgestell, die Aufhängung und das Fahrwerk des PzKpfw III benutzt wurden. Diese gepanzerte mobile Kanone wurde Sturmgeschütz III genannt; ihre formelle Bezeichnung lautete Gepanzerte Selbstfahrlafette für Sturmgeschütz 7,5-cm-Kanone SdKfz 142. Bei der turmlosen Konstruktion war die 7,5-cm-Sturmpanzerkanone direkt in die Wanne eingebaut und somit eine niedrige Fahrzeugsilhouette erzielt worden. Diese Waffe wurde 1940 zum ersten Mal an die Sturmgeschütz Abteilungen der Artillerie ausgeliefert (StuG III Ausf A). Ihr folgte bald eine ganze Reihe von Fahrzeugen, bei denen nach und nach Verbesserungen im Ganzen und im Detail eingebaut wurden, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass viele bei Kriegsende 1945 an allen Fronten noch ihren Dienst taten. Die Modelle des Jahres 1941 waren das StuG III Ausf B, C und D. während das leicht verbesserte StuG III Ausf E im Jahr 1942 erschien.
 
   
StuG III mit aufgesessener Infanterie im Gefecht (Russland, Dezember 1943).
 
 
Die hauptsächliche Veränderung an der Serie Sturmgeschütz III (oder StuG III) bestand in einem Stufenprogramm zur Nachbewaffnung. Die ursprüngliche kurze 7,5-cm-Kanone war eine L/24-Waffe (d. h. die Länge des Rohres betrug das 24fache des Kalibers), deren Grenzen beim Einsatz gegen viele weiter entfernte Ziele deutlich wurden. Daher ersetzte man sie durch längere Kanonen mit verbesserter Leistung, und zwar zuerst durch eine L/43 (StuG III Ausf F) und später durch eine L/48 (StuG III Ausf G). Letztere verlieh der Serie StuG III auch die Fähigkeit zur Panzerbekämpfung - allerdings zum Nachteil des ursprünglichen Konzepts der Angriffsunterstützung, denn es war leichter, ein StuG zu produzieren als einen Panzer, so dass viele Sturmgeschütze III anstelle der Gefechtspanzer auf die Panzerdivisionen verteilt wurden. Als Panzerkiller eingesetzt, hatte das StuG III seine Stärken, aber ihm fehlte die Schwenkung und ein ausreichender Schutz für die jeweilige Aufgabe. Es wurde schließlich als solches zurückgezogen, weil die deutsche Industrie einfach nicht genug Panzer für die Panzerdivisionen bereitstellen konnte.
 
   
StuG III bei Stalingrad (September 1942).
 
 
Als Sturmgeschütz war die Serie StuG III viel erfolgreicher. In den letzten Kriegsjahren wurden viele Sturmgeschütze III mit der leistungsstarken 10,5-cm-Sturmhaubitze nachgerüstet, einer speziellen Angriffshaubitze das StuG III für 10,5-cm StuH 42. Das erste Exemplar wurde 1943 fertiggestellt, aber die Herstellung dieser Variante verlief anfangs langsam. Die Version mit der 7.5-cm-Kanone L/48 wurde aus den Produktionslinien für die Panzerfertigung genommen.
 
Das StüG III hatte eine vierköpfige Bedienung und häufig wurden Maschinengewehre hinter einem Schild auf dem Dach mitgeführt. Die Blende für die Hauptkanone unterlag vielen Veränderungen, bevorder so genannte Saukopf entstand, der sich als sehr guter Schutz erwies. Ein weiterer Schutz gegen Hohlladungsgranaten wurde durch das Anfügen von Panzerschürzen längs beider Seiten erreicht. Bei diesen handelte es sich einfach um abstehende Tafeln aus Panzerblech, an denen die Sprengköpfe detonierten, bevor sie die Panzerung des Fahrzeugs trafen, Sie wurden nach 1943 aufvielen deutschen Panzern eingesetzt.

Zur Unterstützung in Nahkämpfen war die Reihe StuG III eine ausgezeichnete Kombination aus Fahrzeug und Waffe. Sie war auch relativ billig und einfach in der Produktion, was für Deutschland in Kriegszeiten viel zu bedeuten hatte. Die Serie wurde in beachtlichen Stückzahlen produziert und damit war das StuG III auch zahlenmäßig eines der wichtigsten deutschen gepanzerten Fahrzeuge.
 
 
 
 
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