.: 38cm Sturmmörser | Sturmpanzer | Sturmtiger :.
 

 
   
Diese Seitenansicht eines Sturmtigers zeigt den großen gepanzerten Aufhau, der den 38-cm-Mörser trägt, und den auf dem Dach montierten Kran, der für das Laden der Geschosse ins innere durch eine klappe an der Rückseite erforderlich war.
 
 
Stalingrad erteilte der deutschen Wehrmacht viele Lektionen. Eine davon - und dazu eine recht bedeutungsvolle - war, dass sie für Straßenkämpfe schlecht ausgerüstet war. Bei ihrer künftigen Kriegsführung in Städten wollten die Deutschen schwer einnehmbare Einzelziele durch den Einsatz einer superschweren Waffe niederkämpfen. Indem sie einfach alle Häuser und Verteidigungsstellungen wegsprengten, so meinten sie, würde sich die Notwendigkeit des Häuserkampfes erübrigen. Sie entschieden, dafür die Landversion einer Seewaffe, die Wasserbombe, zu verwenden.
 
   
Die größte aller deutschen Waffen für die direkte Unterstützung war der Sturmtiger, der einen 38-cm Mörser trug, welcher eine Art Wasserbombe auf Gebäude abfeuerte. Dieses Exemplar ist von amerikanischen Truppen erbeutet worden.
 
 
1943 produzierten die Deutschen eine Version des Panzers Tiger, die unter verschiedenen Namen wie 38-cm-Sturmmörser, Sturmpanzer VI, und Sturmtiger bekannt geworden ist. Die Waffe war ein Panzer Tiger, bei dem der Turm entfernt und durch einen großen kastenförmigen Aufbau ersetzt wurde. Durch die abgeschrägte Vorderplatte das Aufbaus ragte ein kurzes Rohr, das kein Kanonenrohr, sondern ein 38-cm-Raketenwerfer 61 war. Er feuerte eine mit Raketenantrieb ausgestattete „Wasserbombe" ab. die immerhin ein Gewicht von 345 kg hatte. Da dieses Geschoss auf der Konstruktion einer Wasserbombe für die Marine beruhte, machte hochexplosiver Sprengstoff nahezu das gesamte Gewicht aus. Man kann sich gut vorstellen, wie stark die Wirkung selbst auf das hartnäckigste Bauwerk gewesen sein muss. Die Granaten hatten eine maximale Schussweite von 5,65 km, und das Werferrohr war so angeordnet, dass die Treibgase nach vorn von einer um den Mündungsring liegenden Düse entweichen konnten. Der Sturmtiger war mit 150 mm vorn und zwischen 30 und 85 mm an den Seiten außergewöhnlich gut gepanzert.
 
Das Fahrzeug hatte eine siebenköpfige Bedienung einschließlich des Kommandanten, eines Feuerbeobachters und des Fahrers. Vier Mann bedienten den Mörser. Wegen seiner Größe konnten nur 12 Geschosse im inneren des Aufbaus mitgeführt werden. Das Laden der Geschosse wurde mit einem kleinen Auslegerkran auf der Rückseite des Aufbaus unterstützt und eine Luke daneben ermöglichte den Zugang zum inneren. Überkopfschienen halfen beim Bewegen der Geschosse von oder zu ihren Gestellen auf jeder Seite und das Laden erfolgte unter Benutzung einer Ladeschale.

Obgleich der Prototyp des Sturmtigers gegen Ende 1943 fertig war, wurde es August 1944 bis die Produktion dieses massiven Fahrzeugs aufgenommen wurde. Nur ungefähr 18 Exemplare wurden gebaut und einzeln oder zu zweit an der Ostfront eingesetzt, allerdings in Situationen, wo ihre schwere Bewaffnung wenig Vorteil brachte. So wurden die meisten bald entweder im Einsatz außer Gefecht gesetzt oder von ihren Besatzungen zurückgelassen, sobald der Treibstoffvorrat aufgebraucht war.

Die einzeln eingesetzten Kolosse faszinierten die Alliierten, wenn sie wie bei den Kämpfen in Norditalien auf sie stießen. Es wurden auch viele Geheimdienstberichte über sie verfasst. Für die meisten war der Sturmtiger eine hoch spezialisierte Waffe, die in den letzten Phasen des Krieges einfach ins Feld geschickt wurde in dem Bestreben der Deutschen, mit solchen Waffen das Kriegsglück zu wenden. Wären die Sturmtiger wie ursprünglich vorgesehen für Straßenkämpfe eingesetzt worden, so wären sie entsetzliche Waffen gewesen. Stattdessen war zu der Zeit, als sie einsatzbereit waren, die Phase konzentrierter Kriegführung in Stadtgebieten bereits vorbei.
 
 
 
 
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