.: Sturmpanzer IV Brummbär :.
 

 
   
Die meisten deutschen Sturmgeschütze hatten eine leichte Panzerung, so dass der stark gepanzerte Brummbär immer dann zum Einsatz kam, wenn der Ruf nach einer speziellen Angriffswaffe für die direkte Unterstützung laut wurde. Der Brummbär wurde oft für Straßenkämpfe eingesetzt, wie dieses erbeutete Exemplar zeigt.
 
 
Trotz ihres Gesamterfolgs wurden 1943 die Sturmgeschütze StuG III als für den Kampf zu leicht gepanzert betrachtet und man verlangte nach einem neuen schweren Angriffsfahrzeug. Den vorhandenen 15-cm-Ausrüstungen sIG 33 mit Eigenantrieb fehlte es an Panzerung, die für die unmittelbare Infanterieunterstützung erforderlich war. Da der Panzer PzKpfw IV nach und nach durch die Panzer Panther und Tiger ersetzt wurde, bestand somit die günstige Gelegenheit auf der Grundlage von dessen späteren Versionen ein zweckorientiertes Fahrzeug zu produzieren.

Die ersten Exemplare dieses neuen Fahrzeuges erschienen 1943 unter der Bezeichnung Sturmpanzer IV Brummbär. Der Brummbär benutzte einen kastenförmigen Aufbau aus abgeschrägten Panzerplatten, die auf die Vorderseite eines turmlosen PzKpfw IV gesetzt wurden, und trug eine speziell entwickelte Haubitze mit einer auf einer Grundplatte gelagerten Oberlafette, die um einen Drehzapfen schwenkbar war. Diese Haubitze wurde als Sturmhaubitze 43 bezeichnet und war eine verkürzte Version der 15-cm-Haubitze sIG 33 mit einer Rohrlänge von nur 12 Kalibern. Das Gerät war rundum gepanzert (vorn war die Panzerung 100mm stark), so dass die fünfköpfige Bedienung gut geschützt war. Später wurde bei den meisten Fahrzeugen noch eine Seitenverkleidung zugefügt, die aus einer Beschichtung aus Spezialzement („Zimmerit") bestand um zu vermeiden, dass Nahkampf-Panzerknacker-Kommandos Haftminen und Magnetgranaten anbringen konnten. Bei den späten Modellen brachte man ein Maschinengewehr auf der Vorderplatte des Rumpfes an. während frühere Versionen diese Waffe zur Selbstverteidigung nicht hatten.
 
   
Der Brummbär wurde normalerweise eingesetzt, wenn mit Panzerknackertrupps der Infanterie zu rechnen war. Er wurde daher reichlich mit der zementähnlichen Substanz Zimmerit bedeckt, die verhinderte dass Magnetladungen am Rumpf haften konnten.
 
 
Das geräumige Kampfabteil des Brummbär konnte bis zu 38 Schuss 15cm Munition aufnehmen. Der Kommandant saß hinter der Haubitze und benutzte ein Sichtgerät um die Ziele auszuwählen. Zwei Mann bedienten die Kanone und reichten die Munition, während ein weiterer als Richtschütze fungierte. Der Fahrer blieb normalerweise auf seinem Sitz vorn links. Die meisten Ziele wurden mit direktem Feuer belegt, obwohl auch die Ausrüstung für indirektes Feuer vorhanden war.
 
Ungefähr 313 Fahrzeuge Brummbär wurden bis Kriegsende gebaut und die meisten scheinen für die direkte Unterstützung von Panzergrenadier- und Infanterieeinheiten eingesetzt worden zu sein. Die Fahrzeuge stießen mit den ersten Wellen der angreifenden Truppen nach vorn und gaben Feuerschutz bei der Ausschaltung von Widerstandsnestern und der Zerstörung von Bunkern. Die Infanterie musste dicht dabei bleiben um zu verhindern, dass feindliche Panzerbekämpfungstrupps zu nahe an die Fahrzeuge Brummbär gelangten, die durch Panzerabwehrwaffen sehr gefährdet waren, zumal die Stärke der Seitenpanzerung teilweise nur 30 mm betrug. Der Brummbär wurde generell einzeln oder zu zweit längs einer Angriffsfläche aufgeteilt eingesetzt. Als Defensivwaffe war er weniger zu brauchen, denn die kurze Haubitze hatte nur eine begrenzte Wirkung gegen Panzer. Seine Mission als Artilleriewaffe bestand im Abfeuern von Geschossen mit hochexplosiven Sprengstoffen um eine hohe Sprengwirkung zu erzielen. Ein Faktor beeinträchtigte die Gesamtbeweglichkeit des Brummbär, und zwar sein Gewicht, das ihm eine ungünstige Geländegängigkeit gab. Er war auf Straßen wendig genug, aber auf weichem Grund konnte er stecken bleiben.

Der Brummbär war ein sehr gefragtes Fahrzeug, das oft genau den Grad an Feuerunterstützung gab, der von den Infanterieformationen benötigt wurde. Allerdings war er mit dem überlasteten Fahrgestell ziemlich schwerfällig und den ersten Exemplaren mangelte es im Nahkampf an Schutz. Sie waren aber gegen die meisten Waffen gut geschützt und trugen eine feuerstarke Haubitze.
 
 
 
 
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