.: Waffenträger - Heuschrecke IVB :.
 

 
   
Die Heuschrecke war eines aus einer ganzen Anzahl von deutschen Experimentierfahrzeugen. die ein Artilleriegeschütz in seine Feuerstellung bringen und es auf dem Boden zum Abfeuern absetzen sollten. Sie war die einzige von fielen ähnlichen Konstruktionen, die in geringen Stückzahlen gebaut wurden.
 
 
Der Waffenträger war ein neuartiges Konzept für die Deutschen, als er 1942 zum ersten Mal zur Debatte stand. Die Idee bestand darin, Vollkettenfahrzeuge zu schaffen, auf denen verschiedene Geschütze untergebracht werden konnten, d. h. sie konnten bis zum Einsatzort transportiert, eingesetzt und erneut verlastet werden. Es ist noch immer ungewiss, ob aus taktischer Sicht diese Konfiguration tatsächlich benötigt wurde, denn 1942 diktierten die Panzerdivisionen allen Gegnern die mobile Kriegführung und der Bedarf an einem stationären Artilleriegeschütz schien doch etwas weit hergeholt.
 
   
Bei diesen Prototyp der Heuschrecke befand sich eine 10,5-cm-Feldhaubitze auf einem Fahrgestell. Dieses war aus Bauteilen des Pzkpfw III und des Pzkpfw IV gebaut und so konzipiert, dass die Haubitze auf dem Boden abgesetzt werden konnte, sobald sie sich in der Feuerstellung befand. Sie konnte erforderlichenfalls auch vom Fahrzeug aus abgefeuert werden.
 
 
Eine Serie von acht Fahrzeugen, die allgemein die Bezeichnung Heuschrecke IVB trugen, wurde 1942 gebaut. Diese Fahrzeuge waren umgerüstete PzKpfw IV mit einem Gestell um den Turm mit der leichten 10,5-cm-Feldhaubitze abzuheben. Er konnte auf dem Boden für den Einsatz in Stellung gebracht oder hinter dem Fahrzeug auf Rädern, die an der Rückseite speziell für diesen Zweck montiert waren, geschleppt werden. Durch diese Konstruktion konnte das Fahrzeug als Munitions und Abschleppfahrzeug verwendet werden. Die acht produzierten Fahrzeuge wurden zweifellos eingesetzt, denn eines davon wurde erbeutet und kann im Imperial War Museum in London besichtigt werden. 

Die veränderten Kriegsbedingungen des Jahres 1944 zwangen die deutsche Führung nach Wegen zu suchen, die vorrückenden Alliierten aufzuhalten. Da das Konzept des Waffenträgers hierfür geeignet schien, wurden weitere Konstruktionen in die Wege geleitet. Eine davon war eine Zwischenlösung, bei der eine normale 10,5-cm-leichte Feldhaubitze 18/40 L/28 in einem gepanzerten Aufhau auf einem abgeänderten Geschützwagen III/IV (wie bei der SFL Hummel) getragen wurde. Die Haubitze konnte von diesem Fahrzeug aus abgefeuert werden. Sie war aber auch so konstruiert, dass sie unter Benutzung eines Flaschenzuges vom Trägerfahrzeug heruntergehievt und auf dem Erdboden -nach dem Befestigen der Räder und dem Verriegeln der Lafettenholme, als normales Feldgeschütz einsatzbereit war. Diese Konstruktion kam nicht weit, sie wurde von einer Reihe von Projekten übernommen, die ihrerseits durch das Ende des Kriegs überflüssig wurden.

Diese Waffenträger aus der Zeit von Ende 1944 und Anfang 1945 übernahmen alle das Konzept des abnehmbaren Turmes. das 1942 bei der Heuschrecke IVB benutzt wurde. Sie besaßen eine Vielfalt von Fahrgestellen einschließlich des abgewandelten PzKpfw IV und des Geschützwagens III/IV. Die verwendeten Artilleriegeschütze lagen im Bereich der 10,5-cm- bis 15-cm-Haubitzen. Einer, der es bis zum Modellstadium gebracht hatte, sollte entweder die 10,5-cm- oder die 15-cm-Haubitze auf einem speziellen Fahrgestell tragen. Letzteres hätte eigentlich mit der 43er Waffenreihe bestückt werden sollen, wenn diese weiter gekommen wären als bis zum Stadium des Prototyps. Diese Haubitzen befanden sich in einem Turm mit offener Rückseite und wurden vom Träger oder von einem auf der Erde befindlichen Gestell aus abgefeuert. Es war alles recht kompliziert und übertrieben ausgetüftelt, zumal auch die Benutzung von Rampen und Winden vorgesehen war. Das ganze Konzept war typisch für viele andere, die nie das Stadium der Fertigung erreicht haben. Einige wenige solcher Ausrüstungen wurden nur dafür gebaut, um zum Kriegsende übergeben oder in den Nachkriegsjahren zerlegt bzw. verschrottet zu werden.
 
 
 
 
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