.: Hummel :.
 

 
   
Die Hummel war ein zweckorientiert gebautes deutsches Fahrzeug, das Bauteile der PzKpfw III und II verwendete. Sie wurden an allen Fronten eingesetzt.
 
 
Die Entwicklung einer schweren, selbstfahrenden Panzerhaubitze - auch als Hummel bezeichnet -, basierte auf den Bauteilen der Panzerkampfwagen PzKpfw III und PzKpfw IV und des daraus konstruktiv abgeleiteten so genannten Geschützwagen III/IV. Für das erste dieser neuen
„GW III/IV"-Fahrzeuge, deren Produktion 1942 anlief, verwendete man im Wesentlichen eine verlängerte Aufhängung des PzKpfw IV und das Fahrwerk in Verbindung mit dem Hinterachsantrieb, den Ketten und dem Triebwerk des PzKpfw III. Auf diesen neuen Rumpf wurde ein offener Aufbau mit leichten Panzerplatten gesetzt und zwei neue Waffentypen montiert. Fahrzeuge, die speziell für die Panzerabwehr ausgerüstet wurden, erhielten die wirksame 8,8cm-Pak 43/1 (L/71). während man versuchte auf die Geschützwagen II/IV, die für die Panzerartillerie vorgesehen waren, eine spezielle Version der 12cm-Feldhaubitze FH 18 unterzubringen. 
Die Entwicklung mündete schließlich in der 15cm Panzerfeldhaubitze 18M auf GW III/ IV (SdKfz) 165 Hummel. Fahrzeuge dieses Typs bildeten das schwere Element der Feldartillerie der Panzer- und Panzergrenadierdivisionen von 1942 an. Dieses Geschütz, bekannt als Panzerhaubitze 18/1, verschoß ein 43,5kg-Geschoss über eine Entfernung von 13,325km. Prototypen dieses Fahrzeugs waren mit großen Mündungsbremsen ausgestattet, aber die Erfahrung zeigte, dass diese wirklich nicht erforderlich waren, so dass sie bei später produzierten Versionen weggelassen wurden. Die Maximalstärke der Panzerung betrug 50 mm. 
   
Eine Batterie aus vier Hummeln steht 1942 in der russischen Steppe einsatzbereit. Die dichte Aufstellung der Geschütze und das gänzliche fehlen der Tarnung zeigen, dass die Luftwaffe zu dieser Zeit die Luftherrschaft ausübte, denn sonst hätten die Geschütze viel besser getarnt sein müssen.
 
 
Die Gefechtsfahrzeuge hatten eine sechsköpfige Besatzung einschließlich Fahrer. Dieser saß vorn an einer gepanzerten Stelle. Das Einrichten eines gepanzerten Abteils für den Fahrer allein wurde unter den damaligen Bedingungen als Luxus bezeichnet, aber anstatt dieses Merkmal wegzulassen, machten die Konstrukteure die ganze Sache dadurch billiger, dass sie den gepanzerten Raum vergrößerten und mehr Stahlblechplatten einsetzten. Auf diese Weise wurde im Innenraum Platz für ein Besatzungsmitglied zusätzlich geschaffen. Die Hummel konnte nur 18 Schuss Munition mit sich führen, und so musste ein größerer Vorrat in der Nähe gelagert und im Bedarfsfall herbeigeholt werden. Hierfür waren Lastwagen oft von geringem Wert, so dass bis Ende 1944 nicht weniger als 150 Hummeln ohne Haubitze produziert und die geteilten Panzerplatten auf der Vorderseite durch eine durchgehende Platte ersetzt wurden. Diese Fahrzeuge wurden als „Munitionsträger Hummel" den Panzerartillerie Einheiten zugeteilt. Gegen Ende 1944 waren 666 Hummeln produziert worden, und dieser Typ verblieb auch bis zum Kriegsende in der Produktion. Die Hummeln erwiesen sich als mobile und wirksame Waffen und wurden an allen Fronten eingesetzt. Speziell für den Einsatz an der Ostfront konnten die Fahrzeuge mit breiten Ketten, den so genannten „Ostketten", ausgerüstet werden. Bei ihnen wurden die offenen Aufbauten häufig mit Planen aus Segeltuch überdeckt um die schlimmsten Witterungsunbilden abzuhalten. Die Geschützbedienung war im Allgemeinen ständig beim Fahrzeug, so dass viele Hummeln nicht nur mit Tarnung aller Art, sondern auch mit Schlafsäcken, Kochgeschirr und Dingen des persönlichen Bedarfs ausgestattet wurden.

Fahrzeuge des Typs Hummel zählen zu den besten deutschen Artilleriegeschützen auf Selbstfahrlafetten. Sie hatte ausreichend Platz für die Besatzung zum Bedienen der Kanone, und das Fahrwerk garantierte die nötige Beweglichkeit um mit den Panzerdivisionen mitzuhalten.
 
 
 
 
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