.: Wespe :.
 

 
   
Das Sdkfz 124 Wespe war ein zweckorientiert gebauter Träger für eine 10,5cm-Haubitze auf dem Fahrgestell des leichten Panzers Pzkpfw II. Es wurde zum ersten Mal 1943 eingesetzt und hatte eine fünfköpfige Besatzung.
 
 
Bereits 1939 war offensichtlich, dass die Tage des leichten Panzers PzKpfw II gezählt waren. denn sowohl Bewaffnung als auch Panzerung reichten nicht aus. Er befand sich jedoch in der Produktion und war recht zuverlässig. Als der Ruf nach selbstfahrenden Artilleriewaffen immer lauter wurde, wählte man folglich den PzKpfw II als Träger für die 10,5cm-Feldhaubitze leFH 18 aus. Die Umrüstung des Panzerrumpfes zum Träger der Haubitze erfolgte direkt, indem die Selbstfahrlafette einen nach hinten und oben offenen Kampfraum mit aufgesetzten IeFH 18 L/26 erhielt. Gleichzeitig nutzte man die frühere Fläche des Turms für das Verstauen der Munition. Die Maximalstärke der Panzerung betrug 18mm.

Das Ergebnis war die Selbstfahrlafette Wespe, deren offizielle Bezeichnung etwas umständlicher IeFH 18/2 auf Fgst Kpfw II (Sf) SdKfz 124 Wespe lautete. Sie war eine sehr beliebte kleine Waffe, die sich bald wegen ihrer Zuverlässigkeit und Beweglichkeit einen guten Ruf erwarb. Die ersten Exemplare benutzten das Fahrgestell des PzKpfw II Ausf F als Grundlage und kamen 1943 an der Ostfront zum Einsatz. Dort wurden sie von den divisionseigenen Artilleriebatterien der Panzer- und der Panzergrenadierdivisionen verwendet und üblicherweise zu je sechs Haubitzen in bis zu fünf Batterien in einer Abteilung (Bataillon) organisiert. 
   
Diese Aufnahme einer in Fahrt befindlichen Wespe zeigt, dass die Oberseite des Kampfraums offen, dafür aber hinten Schutz vorgesehen war. Man sieht wie klein das Fahrzeug wirklich war, wenn man mit der Körpergröße der Besatzung im Kampfraum vergleicht.
 
 
Die Wespe war in ihrer Rolle als Artillerieunterstützung so erfolgreich, dass Hitler selbst befahl die gesamte verfügbare Produktion der Fahrgestelle des PzKpfw II allein der Wespe zuzuteilen. So wurden die vielen anderen improvisierten Umrüstungen des PzKpfw II fallen gelassen oder die vorgesehene Bewaffnung auf andere Fahrgestelle aufgeteilt. Die Produktion erfolgte hauptsächlich bei der Famo in Warschau, und bis Mitte 1944 standen etwa 682 Stück zur Verfügung.  
Eine weitere Variante war die so genannte „Munitionsselbstfahrlafette auf Fahrgestell PzKpfw II" von der 158 Stück hergestellt wurden. Bei diesen Fahrzeugen wurde die für die Haubitze vorgesehene Lücke in der Panzerplatte geschlossen und der Platz für den Nachschub an Munition genutzt, die von den Batterien an der Front benötigt wurde.

Die Selbstfahrlafette Wespe kam mit einer Besatzung von fünf Mann einschließlich Fahrer und mit 32 Schuss Munition zum Einsatz. Eine Batterie Wespe war äußerst mobil, auch wenn einige ihrer Fahrzeuge als Munitions- und Versorgungsfahrzeuge sehr verwundbar waren. Die Aufklärer wurden üblicherweise in leichten Panzerfahrzeugen befördert, obgleich einige Batterien für diesen Zweck ehemals tschechische oder erbeutete französische Panzer einsetzten. Feuerbefehle wurden über Funk zurück an die Batterie übertragen und vom Feuerleitposten der Batterie über Kabel an die Geschützpositionen weitergegeben. Die auf der Wespe befindliche Haubitze war die standardisierte 10,5cm leFH 18, die von geschleppten Batterien benutzt wurde (wobei die meisten mit Mündungsbremsen ausgerüstet waren). Die verwendete Munition war die gleiche, ebenso die Schussweite von 10,675 km.
 
 
 
 
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