.: sIG 33 auf Geschützwagen :.
 

 
   
Eine der ersten deutschen Umrüstungen bei selbstfahrenden Artilleriewaffen war das Aufsetzen einer 15cm-lnfanteriehaubitze sIG 33 auf das Fahrgestell eines " leichten Panzers PzKPfw I.
 
 
Jedes deutsche Infanteriebataillon hatte eine kleine Artillerieabteilung mit vier leichten 7,5cm-Haubitzen und zwei 15cm-Haubitzen für ihre eigene lokale Feuerunterstützung. Die 15cm-Haubitze wurde als das schwere Infanteriegeschütz 33 (sIG 33) bezeichnet. Sie war eine sehr nützliche und vielseitige Waffe, aber sie war schwer, und die einzige Transportausrüstung der meisten Infanterieformationen waren Pferdegespanne. Erst mit der zunehmenden Motorisierung im deutschen Heer, stand das slG 33 auf der Liste der in Betracht kommenden Waffen ganz oben.

Die erste Form des mobilen sIG 33 wurde bereits während des Polenfeldzugs im September 1939 als Notlösung eingesetzt. Es handelte sich dabei um eine der einfachsten und zugleich grundlegendsten aller deutschen Ausrüstungen, denn sie war nichts weiter als ein slG 33, das komplett mit Fahrwerk und Rädern auf einen turmlosen leichten Panzer PzKpfw I montiert wurde, was das 15cm sIG 33 auf PzKpfw I Ausf. B ergab. Ein ungewöhnlich hoher, gepanzerter kastenförmiger Aufbau wurde noch als Schutz für die vierköpfige Besatzung angebracht. Das war keine sehr befriedigende Umrüstung, da der Schwerpunkt ziemlich hoch lag und das Fahrgestell überlastet wurde. Ferner reichte der Schutz durch die Panzerung nicht aus, und so wurde 1942 der PzKpfw II zum Gegenstand der Umrüstung. Das Ergebnis war das 15cm slG auf PzKpfw II Ausf.C SdKfz 121 bei dem die Haubitze tief liegend im Fahrgestell montiert war. Diese gelungene Form einer Selbstfahrlafette war so erfolgreich, dass 1943 eine Version mit einem verlängerten Fahrgestell als das 15cm sIG 33 auf Fgst PzKpfw II (Sf) Verlängert produziert wurde. 
Der tschechische PzKpfw 38 (t) von Skoda wurde auch umgenutzt um als Träger für ein sIG 33 zu dienen. 1942 wurden die ersten Exemplare einer ganzen Reihe von Fahrzeugen produziert, die als 15cm sIG 33 (Sf) auf PzKpfw 38 (t) Bison SdKfz 138 bezeichnet wurden. Bei der ersten Serie war das slG 33 nach vorn gerichtet auf das Fahrgestell in einem offenen gepanzerten Aufbau montiert. Diese Anordnung von Waffe und Kampfraum erwies sich als so erfolgreich, dass sie 1943 durch die Produktion als neue Version eine feste Form erhielt. Dieses fabrikmäßig produzierte Modell trat an die Stelle der Umrüstungen vorhandener Panzer.
 
   
Diese Aufnahme aus einer deutschen Wochenschau zeigt deutlich, wie ungewöhnlich hoch der Aufbau der 15cm-Haubitze auf dem Fahrgestell des PzKpfw I war. Die Besatzung hatte nur begrenzten Schutz und der Stauraum war minimal, aber dies vermittelte den Deutschen doch einen Eindruck davon, was in Zukunft benötigt wurde.
 
 
Es hatte den Fahrzeugmotor vorn installiert (Ausf. M mit vorn liegendem, Ausf. H mit hinten liegendem Motor), was die Verlagerung des Kampfraums zur Folge hatte. Dieses Sonderkraftfahrzeug SdKfz 138/1 wurde als der standardisierte Träger für das slG 33 der Wehrmacht bis zum Ende des Krieges beibehalten. Es hatte eine vierköpfige Bedienung einschließlich des Fahrers und 15 Granaten wurden auf dem Fahrzeug mitgeführt. Für mehr gab es keinen Platz, da der Kampfraum sehr beengt war.

Es gab eine weitere Version des sIG 33, dieses Mal auf einem Fahrgestell des PzKpfw III. Die ersten Exemplare dieses 15cm sIG 33 auf PzKpfw III waren bis September 1941 fertig gestellt worden und benutzten zur Unterbringung des sIG 33 einen großen kastenförmigen Aufbau auf einem PzKpfw III. Dies erwies sich als zu viel des Guten, denn das Fahrgestell war wirklich zu groß für diese Waffe, die von leichteren Fahrzeugen hätte bequem transportiert werden können. So kam die Produktion nie so recht in Gang und wurde nach einer Versuchsserie von nur 12 Stück bei Alkett in Berlin-Spandau abgebrochen. Diese Fahrzeuge kamen an der Ostfront zum Einsatz.

Alle sIG 33 wurden für ihre ursprünglichen Aufgaben eingesetzt, d. h. für die direkte Feuerunterstützung der Infanterieeinheiten im Felde. Die vielleicht erfolgreichsten Typen dieser Selbstfahrlafetten waren der Bison und das spätere SdKfz 138/1. Bis Ende 1944 wurden mehr als 370 Fahrzeuge produziert.
 
 
 
 
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