.: Opel Blitz :.
 

 
   
Ein Opel Blitz Kfz 31 als Ambulanzfahrzeug. Die deutschen benutzten auch Ambulanzen mit schwweren Fahrgestellen und erbeuteten welche wie den Austin K2. Er kam auch als mobiler Operationssaal zum Einsatz.
 
 
Ende der dreißiger Jahre hatten die Deutschen ein enormes logistisches Problem mit den über hundert im Dienst stehenden Fahrzeugtypen.
Unter der Leitung von Oberst Adolf von Schell, des damaligen „Generalbevollmächtigten für das Kraftfahrwesen", wurde ein Programm erarbeitet, das rasche Abhilfe schaffen sollte. Sein Ziel war es, die riesige Anzahl von Typen auf 30 zu reduzieren und einen gewissen Grad an Standardisierung einzuführen. In der mittleren Kategorie der 3-Tonnen war die Konstruktion von Opel am erfolgreichsten. Der Opel Blitz mit 4x2 Antrieb hatte eine herkömmliche Aufmachung und eine Kabine kommerziellen Typs aus Stahlblech sowie eine hölzerne Karosserie. Nach dem so genannten Schell-Programm wurden alle 4x2-Fahrzeuge als Typ S bezeichnet. Der 4x2 wurde in vielen verschiedenen Varianten produziert, beispielsweise für allgemeine Dienste, als Tankwagen für Treibstoff, mit Wohnwagenkarosserie usw.
 
Als der Bedarf nach höherer Geländegängigkeit Vorrang erhielt, wurde von Opel entschieden einen 3-Tonnen-Lastwagen mit Vierradantrieb unter der Bezeichnung Typ A zu bauen. Dieser beruhte auf derselben Grundkonstruktion wie der Typ S. Das Zufügen einer angetriebenen Vorderachse verlieh dem Fahrzeug riesige Vorteile gegenüber dem normalen 4x2-Lastwagen und der Radstand für das 4x4-Fahrzeug wurde um 15 cm verkürzt. Ein Umschaltgetriebe ermöglichte die Wahl zwischen 10 Vorwärtsgängen.
Während des Produktionszeitraumes von 1937 bis 1944 wurden etwa 70 000 Lastwagen Opel Blitz gebaut sowie mehr als 25 000 Exemplare mit Allradantrieb. Die Produktion wurde jedoch aufgrund der Bombardierungen durch die Alliierten völlig abgebrochen und der Vormarsch der Alliierten in ganz Europa brachte die Pläne, Fahrzeuge auch 1945 zu produzieren, zum Scheitern. 
   
Lastkraftwagen Opel Blitz des Afrikakorps auf einer viel befahrenen Straße 1941 in Libyen. Als Befehlshaber vernachlässigte Rommel ständig die Logistik des Afrikakorps, wodurch er seinen Transportkolonnen eine unmöglich zu bewältigende Last auferlegte.
 
 
Variationen an der Konstruktion der Karosserie gab es viele, wobei das populärste Modell die Wohnwagenkarosserie war. Der Blitz bot zahlreiche Möglichkeiten, und die Fahrzeuge wurden als Feldambulanzen, mobile Laboratorien, Wäschereien, mobile Kommandoposten, Feldwohnwagen. Funkstationen. Chiffrierstationen und mobile Werkstätten eingesetzt, um nur einige zu nennen. Die Karosserie bestand aus Holz und Hartfaser um wertvollen Stahl einzusparen. Später, als die Rohstoffe hoffnungslos knapp waren, worden auch die Kabinen aus Holz und Hartfaser gefertigt und als „Ersatz'-Kabinen bezeichnet. Während der Winterfeldzüge an der Ostfront kamen sogar die Fahrzeuge mit Vierradantrieb fast zum Stehen, und die Waffen-SS entwickelte aus einem Opel Typ A und der Kettenanordnung des veralteten PzKpfw I ein einzigartiges Dreiviertelkettenfahrzeug. Die Hinterachse wurde gekürzt und die Antriebsachse nach vorn in gleiche Höhe mit den Antriebsrädern der Ketten verlagert. Wegen seiner Leistungsdaten wurde dieses Fahrzeug, das als Maultier bekannt wurde, für die Standardproduktion zugelassen. Ähnliche Umnutzungen wurden auch an Fahrzeugen von Ford und Daimler-Benz vorgenommen, waren aber nicht so zahlreich.
 
 
 
 
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