.: Volkswagen Kübelwagen ( Volkswagen Typ 62 ) :.
 

 
   
Der allgegenwärtige Kübel diente überall dort, wo die Deutschen waren. Die Unterschiede in der Produktionskapazität der Deutschen und der Alliierten werden unterstrichen durch die Tatsache, dass von diesen praktischen deutschen Fahrzeugen von 1940 an nur 55000 Stück gebaut wurden, während bei den Alliierten von 1941 bis 1945 600000 Jeeps die Produktionshallen verließen.
 
 
Eines der berühmtesten Militärfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges war der Volkswagen Kübel, der deutsche Jeep. 1939 hatte Hitler zwei Automobilkonstrukteure (Dr. Porsche von der Auto-Union und Werlin von Mercedes-Benz) beauftragt einen Volkswagen zu entwickeln. Die Grundversion des Volkswagens hatte auf Porsches Reißbrett bereits 1934 Gestalt angenommen. Zwei Jahre später erschien die erste Konstruktion für einen Geländewagen, der als Volkswagen Typ 62 bezeichnet wurde. Als die Entscheidung fiel, dass der Volkswagen der einzige von der Wehrmacht benutzte Pkw werden und als Standard für den leichten Personenkraftwagen bei allen Waffengattungen dienen sollte, wurden Änderungen an der Konstruktion verlangt, die zum Typ 82 führten. Während des Jahres 1938 wurde an der Volkswagen-Anlage in Wolfsburg gebaut, und im März 1940 lief die Produktion an.
 
   
Die Kübel waren nicht gerade sehr erfolgreich in der Wüste, weswegen eine Version Tropenfest entwickelt wurde. Die Änderungen waren zahlreich einschließlich des Einsatzes von Sandreifen. Das abgeänderte Modell wurde als "deutsches Kamel" bekannt.
 
 
Das Fahrzeug war hinsichtlich einer einfachen und leichten Bauweise konstruiert worden. Generell war die Auslegung ähnlich der des Jeep. Die Methoden der
Aufhängung zusammen mit dem Einsatz eines Selbstsperrdifferenzials gaben ihm bemerkenswert gute Geländeeigenschaften Nach anfänglichen Problemen wurde der luftgekühlte 4-Zylinder-HIAR-Motor Volkswagen Typ 1 mit 998cm³ Hubraum bald zu einem der zuverlässigsten Motoren, die es je gab. Wegen seiner ausgezeichneten Fahreigenschaften und der einfachen Wartung erfüllte das Fahrzeug die hohen Anforderungen des militärischen Einsatzes, insbesondere in der Wüste und an der Ostfront. Die Militärversion hatte eine Pkw-Karosserie aus Blech und vier Türen. Wetterschutz boten ein faltbares Verdeck aus Segeltuch und Seitenscheiben.
 
Die Motorzylinder hatten eine H-Form und lagen flach auf dem Wagenboden. Das Fahrgestell bestand aus einem zentralen Rohr aus geschweißtem Stahl, das sich hinten gabelte, um den Motor und das Getriebe aufzunehmen, und der Stahlboden auf jeder Seite des zentralen Teils trug die Karosserie. Die Vorderachse bestand aus Stahlrohr, das die zwei Drehstäbe der Aufhängung beherbergte. Universalgelenke an jeder Seite des Differenzials stellten die Zentren dar, um die sich die beiden antreibenden Hinterachsen gelenkig bewegen konnten, und die Hinterräder waren seitlich vom Differenzialgehäuse stabilisiert. Die Hilfsgetriebe an jedem Hinterrad hoben die zwei Halbwellen an und ergaben so eine größere Bodenfreiheit. Alle vier Räder hatten eine unabhängige Aufhängung, und hydraulische Stoßdämpfer mit doppelter Wirkung hielten die Bewegung der Hinterachsfederung in Grenzen. Das Lenkgetriebe und die Verbindungsteile waren vom herkömmlichen Typ. Die mechanischen Bremsen wurden mittels Seilzug bedient und hatten doppelte Hebelwirkung an den Bremsschuhen. Die Kraftübertragung erfolgte über ein Getriebe mit Einzelplattenkupplung. Ein Schongang war im 4. Gang eingebaut. Der Treibstofftank befand sich unter dem Instrumentenbrett gegenüber dem rechten Vordersitz.
Das Fahrzeug wurde auch mit einer geschlossenen Karosserie konstruiert und als Typ 92 bezeichnet, Alle Modelle, die von März 1943 an gebaut wurden, hatten einen größeren Motor (1131cm³ Hubraum). Gegen Ende des Krieges waren etwa 55 000 Stück vom Typ 82 gebaut worden (die Produktion wurde Mitte 1944 eingestellt). Um die verschiedenartigen Karosserien aufzunehmen erging am 2. August 1940 ein Befehl, der verlangte das Fahrgestell um 6 bis 8 cm zu verbreitern. Es entstand der Typ 86. Der Kübelwagen war in der Wüste nicht sehr erfolgreich. Daher wurde die Version Tropenfest entwickelt mit zahlreichen Veränderungen, die den Einsatz von größeren Sandreifen einschlossen. In Afrika eingesetzte Volkswagen Kübel wurden oft als „deutsches Kamel" bezeichnet. Es gab zahlreiche Spezialmodelle des Volkswagen Kübel, und viele davon wurden von der Wehrmacht übernommen.
 
 
 
 
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