.: Schwerer Panzerspähwagen ( SdKfz 231 ) - ( 6-Rad ) :.
 

 
   
Schwerer Panzerspähwagen SdKfz 231 mit einer 20-mm Bordkanone. Diese vorkriegskonstruktion benutzte ein LKW-Fahrgestell, aber sein Gesamtgewicht machte das Fahrzeug für ausgedehnten Geländeeinsatz ungeeignet.
 
 
Das stark gepanzerte Fahrzeug schwerer Panzerspähwagen SdKfz 231 6x4 hatte seinen Ursprung im Versuchszentrum von Kasan, das von der Sowjetunion in den zwanziger Jahren aufgebaut wurde. Dort entwickelte die deutsche Automobilindustrie abgeschirmt von der Öffentlichkeit ein gepanzertes 8x8-Fahrgestell, das sich als zu teuer für die Weiterentwicklung erwies. Daher wurde stattdessen ein 6x4-Fahrgestell ausprobiert, Dieses Modell benutzte als Grundlage ursprünglich ein LKW-Fahrgestell von Daimler-Benz, aber später wurden Fahrgestelle von Büssing-NAG und Magirus benutzt. Diese Fahrgestelle wurden mit geeigneten gepanzerten Rümpfen und Türmen versehen. Ferner wurden Abänderungen vorgenommen um das Bedienen von jedem Ende des Rumpfes aus zu ermöglichen. Erste Versuche zeigten, dass stärkere Vorderachsen und überarbeitete Kühler nötig waren, und das entsprechend verbesserte Fahrzeug wurde den Einheiten der Reichswehr im Jahr 1932 übergeben. Die Produktion währte bis 1935. Zu diesem Zeitpunkt waren ungefähr 1000 Stück produziert worden.
 
   
Ein Schwerer Panzerspähwagen ( SdKfz 231 ) - ( 6-Rad )
 
 
Die Panzerwagen 6x4 waren zwar kein großer Erfolg - sie wurden zu einer Zeit gebaut, als das deutsche Heer noch keine Erfahrung im Gebrauch von Panzerwagen hatte - aber als Ausrüstungsgegenstände für die Ausbildung und Vorbereitung waren sie von unschätzbarem Wert. Da die Fahrgestelle von leichten Lastkraftwagen benutzt wurden, für die die darauf befindlichen gepanzerten Rümpfe wirklich zu schwer waren, erwiesen sich die sechsrädrigen Panzerwagen als zu schwach motorisiert und hatten nur eine begrenzte Geländegängigkeit. Aber sie verfügten über eine gute Straßenlage, und sie bewährten sich während der Besetzung von Österreich und der Tschechoslowakei in den Jahren 1938/1939. Auch wurden sie in den Kämpfen in Polen und Frankreich eingesetzt. Ihr Erscheinungsbild hatte starke Propagandawirkung und dementsprechend umfassend war damals auch die Berichterstattung über sie in den Medien. Nach 1940 verschwanden sie nach und nach aus dem Fronteinsatz und wurden hauptsächlich für Ausbildungsaufgaben eingesetzt.
 
   
Der schwere Panzerspähwagen SdKfz 232 während einer vorkriegsparade in Berlin. Diese Fahrzeuge waren mit einer großen und sperrigen Antenne ausgerüstet, die über dem Turm befestigt war, wobei die Antenne stationär blieb, während sich der Turm drehte.
 
 


Die frühen Exemplare des sechsrädrigen Panzerwagens waren nur für ein 7,92mm-Maschinengewehr MG 34 im Turm ausgelegt, Die Version, die hauptsächlich von den schweren Zügen der motorisierten Einheiten der deutschen Wehrmacht eingesetzt wurde, war das SdKfz 231. Dieses hatte einen Turm mit einer 20mm-Bordkanone. ursprünglich der KwK 30, später der KwK 38 mit einer größeren Schussfolge.
 
Koaxial mit dieser Bordkanone war ein 7,92-mm-Maschinengewehr MG 34 montiert, Ferner war es für ein Fliegerabwehr-Maschinengewehr auf dem Dach des Turms ausgelegt. Das SdKfz 231 wurde als taktisches Fahrzeug eingesetzt, indem es eine Kampfrolle bei der direkten Feuerunterstützung der motorisierten Infanterieeinheiten übernahm, die auf Lastwagen oder später auf Halbkettenfahrzeugen aufsaßen. Manchmal wurde es auch zur Unterstützung von leichten Aufklärungseinheiten für die Panzerformationen eingesetzt. Ein ähnliches Fahrzeug war das SdKfz 232. das im Grunde ein mit einem Funkgerät hoher Reichweite ausgestattetes SdKfz 231 war. Das Funkgerät erforderte eine große und vorstehende Bügelantenne über dem Turm und dem Heck, wobei der Turm als Stütze für den vorderen Teil der Antenne diente. Ein weiteres ähnliches Fahrzeug war das SdKfz 263. das auch eine große Bügelantenne hatte, sowie einen festen Turm, der nur für ein einzelnes Maschinengewehr ausgelegt war. Das SdKfz 263 wurde als Kommandofahrzeug eingesetzt.
 
 
 
 
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