.: Leichter Panzerspähwagen ( SdKfz 222 ) :.
 

 
   
Der leichte Panzerspähwagen SdKfz 222 ist hier in seiner üblichen Form zu sehen, bewaffnet mit einer 20-mm Bordkanone. Das Drahtgewebe als Dachschirm gegen Handgranaten ist in Position gebracht. Man beachte die Verstauung der Werkzeuge und der Benzinkanister sowie die Anzahl der Staukästen an der Außenseite, da der Innenraum doch ziemlich beengt war.
 
 
Als die Nazis in Deutschland an die Macht kamen, wurde dem seit 1920 tätigen Heereswaffenamt - der Zentralstelle für die technische Entwicklung und Fertigung von Waffen, Munition und Gerät -, praktisch freie Hand gelassen bei der Auswahl der Ausrüstung der sich erweiternden deutschen Streitkräfte. Zur geforderten Ausrüstung gehörte eine neue Serie von leichten Panzerwagen, die auf einem Standard-Fahrgestell gebaut werden sollten. Um die vom Heer vorgelegten Forderungen zu erfüllen war eine Anpassung handelsüblicher Modelle nicht möglich. Daher wurde eine völlig neue Konstruktion herausgebracht und 1935 als Grundlage für den leichten Panzerspähwagen SdKfz 221 4x4 benutzt, ein leichtes Drei-Mann-Fahrzeug mit einem kleinen Turm, der ein einzelnes 7,92-mm-Maschinengewehr trug. Aus diesem entwickelte man den Panzerwagen SdKfz 222 mit einem etwas größeren gepanzerten Turm mit offener Oberseite und der Möglichkeit, eine etwas schwerere Bewaffnung zu montieren. Das erste SdKfz 222 erschien 1938 und wurde danach als der standardisierte Panzerwagen der deutschen Wehrmacht für den Einsatz durch die neuen Aufklärungseinheiten der Divisionen eingeführt.
 
   
Links ist ein leichtes Kommunikationsfahrzeug SdKfz 223 mit seiner großen und typischen Bügelantenne zu sehen. Das Fahrzeug rechts ist ein Halbkettenfahrzeug SdKfz 250/9. ein Typ, der sich an der Ostfront besser bewährte.
 
 
Das SdKfz 222 war anfänglich als Waffentransporter erwähnt, da er eine 20mm-Bordkanone KwK 30 trug, eine Version der Standard-Fliegerabwehr-Bordkanone, die für den Einsatz auf Panzerwagen angepasst wurde. Später wurde auch die 20mm-KwK 38 benutzt. Längsseitig zu dieser Bordkanone war ein 7,92-mm-Maschinengewehr MG 34 montiert. Diese Kombination ließ wenig Platz im Turm für den Kommandanten/Schützen und den Funker, der in seinem Wirkungsbereich außerdem beengt wurde durch einen Drahtschirm an der Oberseite des offenen Turmes, welcher verhindern sollte, dass Handgranaten in das Fahrzeug geworfen werden konnten. Der Fahrer befand sich in der Mitte im vorderen Teil des Rumpfes. Der Aufbau bestand aus gut abgeschrägten Panzerplatten um einen zusätzlichen Schutz zu bieten.
 
Während des Krieges wurde die Stärke der Vorderplatten des Rumpfes von 14,5 mm auf 30 mm erhöht und das Gestell für die 20mm-Bordkanone wurde so angepasst, dass es eine größere Richthöhe für den Einsatz gegen Luftziele erhielt. Sobald das SdKfz 222 vielerorts in den Dienst gestellt war, erwies es sich als ein zuverlässiges und beliebtes kleines Fahrzeug. Es leistete in Frankreich 1940 gute Dienste und war oft den Panzerkolonnen weit voraus. In Nordafrika zeigte sich dieser Typ als ein sehr nützliches Aufklärungsfahrzeug, auch wenn es in seinem Operationsbereich durch die geringe Kraftstoffmenge, die es in den Innentanks mitführen konnte, etwas eingeschränkt war. Diese Einschränkung und die im Russland-Feldzug herrschenden schlechten Wegeverhältnisse machten den Einsatz von Radfahrzeugen so problematisch, dass das SdKfz 222 durch das Halbkettenfahrzeug SdKfz 250/9 ersetzt wurde, das denselben Turm trug und für dieselbe Funktion eingesetzt wurde. Im Westen blieb das SdKfz 222 bis zum Ende des Krieges im Dienst, während es an der deutsch-sowjetischen Front für Patrouillenaufgaben im Hinterland eingesetzt wurde.
Das SdKfz 221 und das SdKfz 222 waren nicht die einzigen Panzerwagen ihrer Art. Es gab auch das SdKfz 223, das an seiner Bügelantenne über dem Heck des Fahrzeugrumpfes zu erkennen war. Es wurde als Kommando- und Kommunikationszentrum benutzt und hatte nur ein einzelnes Maschinengewehr. Das SdKfz 260 war ein kleiner Panzerfunkwagen mit einem Funkgerät großer Reichweite, das nur in den höheren Befehlsstrukturen eingesetzt wurde. Das SdKfz 261 war ähnlich, und das SdKfz 247 war ein Mannschafts- und Versorgungstransporter.
Das SdKfz 222 wurde in größeren Stückzahlen vor 1939 nach China exportiert, wo es für die Aufnahme unterschiedlicher Waffen - von schweren Maschinengewehren bis zu leichten Panzerabwehrkanonen angepasst wurde.
 
 
 
 
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