.: Schwerer Zugkraftwagen 12t ( SdKfz 8 ) :.
 

 
   
Ein Schwerer Zugkraftwagen 12t ( SdKfz 8 ). Mann beachte die größe zur Person.
 
 
Wie bereits erwähnt worden ist, hatte die Bezifferung der SdKfz keine logische Folge, und das SdKfz 8 schwerer Zugkraftwagen 12t war eigentlich das erste deutsche Halbkettenfahrzeug, das entwickelt und gebaut wurde. Folglich findet man hier viele der Merkmale und konstruktiven Einzelheiten, die auch später bei anderen deutschen Konstruktionen von Halbkettenfahrzeugen benutzt worden sind. Die Entwicklung, die zum SdKfz 8 führte, kann bis zum Ersten Weltkrieg
zurückverfolgt werden, als Daimler-Benz in frühe Entwicklungsarbeiten für ein Halbkettenfahrzeug einbezogen war.
 
   
Eine Gruppe britischer Soldaten nimmt die Gelegenheit wahr, eine Fahrt auf einem erbeuteten SdKfz 8 schwerer Zugkraftwagen 12t zu machen, und zwar irgendwo in Nordafrika. Das normale Fassungsvermögen dieses Fahrzeugs war 13 Personen, aber hier sind es mehr. Es ist die Grundversion der Artilleriezugmaschine des SdKfz 8.
 
 

Ein Ergebnis davon war ein recht fortschrittliches Fahrzeug, das als Marienwagen bekannt wurde. Nach 1919 setzte Daimler-Benz seine Entwicklungsarbeiten fort und brachte eine Reihe von
Fahrzeugen heraus, von denen eines die Aufmerksamkeit der Roten Armee auf sich zog (1931 sprach man schon von einem sowjetischen Auftrag zur Produktion). Es scheint aber nie dazu gekommen zu sein, denn stattdessen bestellte die Reichswehr ein Modell, das als Daimler-Benz DB S7 bekannt wurde.


 
Spätere Versionen folgten der generellen Auslegung dieses Fahrzeugs aus dem Jahre 1931, aber nach und nach wurden stärkere Motoren eingesetzt, bis die Serie schließlich beim Daimler-Benz DB 10 anlangte.
Das SdKfz 8 wurde als eine Artilleriezugmaschine entworfen und blieb es über seine gesamte Einsatzzeit. Es gab nur eine Veränderung, eine Umnutzung aus dem Jahr 1940, von der wahrscheinlich nur ein Fahrzeug existierte, das eine 8,8cm-Flak trug. Dieses Fahrzeug wurde im Mai 1940 in Frankreich eingesetzt und danach nicht mehr erwähnt. Das SdKfz 8 wurde bis 1944 produziert. Ursprünglich wurde es gefertigt um zwei modernisierte Artilleriegeschütze aus dem Ersten Weltkrieg zu schleppen, und zwar die 15cm-Kanone 16 und die 21cm-Haubitze.
Als jedoch modernere Ausrüstung in den Dienst gestellt wurde, schleppte das SdKfz 8 solche Waffen wie die schwere 8,8cm-Flak 41 und sogar die größere 17cm-Kanone K18 mit großer Reichweite. Das SdKfz 8 wurde auch von der Luftwaffe zum Transport der schweren 10,5cm-Flak 38 und 39 eingesetzt. Gelegentlich wurden diese Zugmaschinen angefordert um Sattelschlepper für den Panzertransport oder andere Typen von schweren Anhängern zu schleppen, doch in der Regel verblieben sie bei den Artilleriebatterien.
Gegen Ende 1942 waren 1615 Fahrzeuge vom Typ SdKfz 8 im Einsatz. Die Produktion war auf zwei Hauptzentren konzentriert, und zwar die Daimler-Benz-Werke in Berlin-Marienfelde und die Kruppwerke in Mühlhausen. Eine Zeit lang erfolgte auch ein Teil der Produktion durch die Skodawerke in Pilsen, und in den Jahren nach dem Krieg benutzte die tschechische Armee eine große Anzahl von SdKfz 8, von denen einige bis in die sechziger Jahre überdauerten.
Eine Variante des SdKfz 8 war ein als HK1601 bekanntes Fahrzeug. Dieses unterschied sich vom normalen SdKfz 8 auf vielerlei Weise. Es war der Versuch die Merkmale des 18-Tonnen-Halbkettenfahrzeugs und des SdKfz 8 zu kombinieren. Der Prototyp erschien gegen Ende 1941, und nachdem weitere drei gebaut worden waren, entschied man eine Kleinserie von weiteren 30 Stück zu produzieren. Diese wurden offenbar auch gebaut und an der Ostfront eingesetzt. Die Produktion des SdKfz 8 lief 1944 aus.
 
 
 
 
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