.: Schwerer-Wehrmachts-Schlepper ( SWS ) :.
 

 
   
Der schwere Wehrmachtsschlepper war als kostengünstige Allzweck-Zugmaschine für eine ganze Reihe von Aufgaben vorgesehen. Die Produktion lief 1943 an. aber sie hinkte stets hinter dem Bedarf hinterher, was zur Entwicklung des Maultiers führte. Diese Version hier war mit einer gepanzerten Kabine ausgestattet und als Versorgungsfahrzeug für die vorderen Linien gedacht.
 
 
Ende 1941 hatte die Erfahrung im Felde gezeigt, dass der deutsche Park an Halbkettenfahrzeugen einer gewissen Revision bedurfte. Am unteren Ende des Bereiches waren die 1-Tonnen- und 3-Tonnen-Artilleriezugmaschinen für Last- und Versorgungstransporte ohne weiteres in der Lage auch weiterhin ihre Aufgaben zu erfüllen, aber die Situation im mittleren bis schweren Bereich erwies sich als recht kompliziert. Es wurde entschieden den 5-Tonnen-Bereich nicht fortzusetzen, da der 8-Tonnen-Bereich für die schwere Artillerie und für andere Zwecke erforderlich war. Daher wurde ein Zwischenstück zwischen den 3-Tonnen- und den 8-Tonnen-Fahrzeugen gesucht, aber es sollte eine relativ kostengünstige Lösung sein. Die deutsche Kriegsmaschine war 1941 stark gefordert, nicht nur hinsichtlich der Kapazität sondern auch bezüglich des Umfangs an erforderlichen Ausrüstungstypen. Es wurde also ein Halbkettenfahrzeug mit niedrigen Kosten gebraucht.
Die akzeptierte Konstruktion war ein Angebot der Büssing-NAG, das schließlich als schwerer Wehrmachtsschlepper (sWS) bekanntwurde. Er war weniger für die Panzer- oder Artillerieformationen vorgesehen als für die Infanterieeinheiten, denn er sollte als allgemeiner Mannschaftstransporter und Versorgungsfahrzeug dienen. Dementsprechend war er praktisch ein Halbketten-Lastwagen ohne Panzerung mit einer offenen Kabine für den Fahrer und einen Beifahrer. Um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten wurden bei den Ketten nicht die zeitaufwendigen und teuren Gummikappenketten der Frontfahrzeuge eingesetzt, sondern man benutzte stattdessen einzelne Vollstahlketten.
 
   
1944 wurden zahlreiche Maultier-Lastwagen mit gepanzerten Rümpfen ausgestattet, auf denen der 10-rohrige Panzerwerfer 42 untergebracht wurde.
 
 
Der sWS ging in Produktion sowohl in der Anlage der Büssing-NAG in Berlin als auch in der Ringhofer-Tatra-Anlage in der Tschechoslowakei, aber die Produktion lief sehr langsam. Die sWS hatten keine sehr hohe Priorität, und von Zeit zu Zeit unterbrachen die Bomberkommandos die Produktion in einem solchen Ausmaß,dass anstelle der erwarteten 150 Fahrzeuge pro Monat vom Dezember 1943 (als die Produktion anlief) bis September 1944 nur 381 ausgeliefert wurden.
Diese ernsthaften Produktionsausfälle führten zu der eiligen Improvisation des „Maultier". Die Produktion des sWS hinkte weiter fast bis zum Ende des Krieges. Einige Fahrzeuge überlebten und dienten der tschechischen Armee noch für eine Anzahl von Jahren nach dem Krieg.
 
Die geringe Zahl der produzierten Exemplare konnte nicht verhindern, dass der sWS den üblichen Umbauten zu Spezialvarianten unterworfen wurde. Das Basismodell als Lastwagen konnte umgenutzt werden zu einer rudimentären Frontambulanz mit Tragen unter einer Segeltuchplane, welche auf einem Rahmen befestigt war. Eine spezielle Version für die Frontversorgung wurde mit einer gepanzerten Fahrerkabine und einer gepanzerten Motorhaube ausgestattet, und
eine andere Version ( nur mit einem gepanzerten Fahrerhaus) war die auf dem flachen Heck des Wehrmachtsschleppers montierte 3,7cm-Flak 43 auf sWs.
 
   
Schwerer Wehrmachtsschlepper (sWS) mit 10-rohrigem Panzerwerfer 42. Es wurden ca.300 derartiger Umbauten vorgenommen. Meist von Opel. Die Besatzung bestand aus 3 Mann.
 
 
Nur einige wenige dieser Versionen 3,7cm Flak 43 auf sWS wurden gebaut. Eine weitere, nur in kleinen Stückzahlen gebaute Version trug auf dem Heck einen niedrigen,vollgepanzerten Aufbau. Auf dem Dach des Aufbaus wurde ein 10-Rohr-Werfer für 15cm-reaktive Granaten befestigt, Die 10 Wurfgranaten wurden in den Werferrohren transportiert und weitere in dem Aufbau. Dieser 15cm-Panzerwerfer 42 (Zehnling) auf sWS sollte eine fünfköpfige Besatzung haben, aber es ist zweifelhaft, obviele davon das Dienststadium erreicht haben.
Obgleich im Vergleich zu den Gesamtstückzahlen anderer deutscher Halbkettenfahrzeuge wenige sWS tatsächlich produziert wurden, so erwiesen sie sich dennoch als wirksam genug im Einsatz und waren proportional viel kostengünstiger als etliche andere Modelle.
 
 
 
 
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