.: Leichter Zugkraftwagen 3t ( SdKfz 11 ) :.
 

 
   
Das SdKfz 11 leichter Zugkraftwagen 3t wurde vorrangig als Zugmaschine für mittlere Feldartillerie wie die 10,5-cm Haubitze und die 7,5-cm Panzerabwehrkanone Pak 40 eingesetzt. Das SdKfz 11 war ein so großer Erfolg, dass das größere SdKfz 6 deutlich ins Hintertreffen geriet.
 
 
Die Serie des SdKfz 11 leichter Zugkraftwagen 3t hatte eine etwas schwierige frühe Entwicklungsphase. Die ersten Versionen, die Anfang 1934 erschienen, wurden von zwei Firmen - Hansa-Lloyd und Goliath produziert, die später zur Borgward AG verschmolzen. Aus verschiedenen Gründen ging die Entwicklung dieser frühen Fahrzeuge an Hanomag in Hannover über, die für diese Serie von da an verantwortlich war, und um 1939 lief das SdKfz 11 leichter Zugwagen 3t in Serienproduktion.
Das Grundmodell SdKfz 11 war vorrangig für den Einsatz als Artilleriezugmaschine vorgesehen, und sobald sie in Dienst gestellt war, wurde sie zur Standardzugmaschine für die 10,5cm-Feldhaubitzen-Batterien leFH. Später wurde sie benutzt um die 7,5cm-Panzerabwehrkanonen Pak 40 zu schleppen. In der Tat war das SdKfz 11 so erfolgreich bei den leFH-18-Batterien. dass die größeren SdKfz 6, die auch dazu bestimmt waren, diese Haubitzen zu schleppen, zugunsten der leichteren (und nicht so teuren) Zugmaschine aus der Produktion genommen wurden. Die Zugmaschinen SdKfz 11 wurden auch von der Luftwaffe zum Schleppen leichter Flak-Waffen wie 3,7cm-Flak 36 und 37 benutzt und zwar hauptsächlich von den Nebelwerferbatterien des Heeres.
Trotz ihres Namens waren die Nebelwerfereinheiten in erster Linie Raketentruppen, die ihre Geschosse abfeuerten, um das Sperrfeuer der Artillerie zu unterstützen. Die bei diesen Batterien eingesetzten Fahrzeuge SdKfz 11 schleppten nicht nur verschiedenartige mehrrohrige Raketenwerfer, sondern transportierten auch Ersatzraketen, Raketenwerfergestelle für die ortsfesten Werfer und die Mannschaften, die das Feuern übernahmen. Da die Nebelwerfereinheiten ihre Erfahrungen im Raucherzeugen nutzen und gelegentlich Rauchsperren legen sollten, wurden einige Fahrzeuge SdKfz 11 (die Modelle SdKfz 11/1 und SdKfz 11/4) mit Raucherzeugungsvorrichtungen ausgestattet, die gewöhnlich zugunsten der üblicheren Aufgaben als Raketenwerfer abgenommen werden konnten. Diese Raucherzeugungsmodelle hatten eine nur zweiköpfige Besatzung gegenüber der neunköpfigen Besatzung des als Zugmaschine benutzten Fahrzeugs. 
   
Ein SdKfz 11 leichter Zugkraftwagen 3t des Arikakorps schleppt eine 10,5-cm Feldhaubitze leFH 18 kurz, nach der Ankunft des Korps in Nordafrika 1941. (Daher die Tropenhelme die hald abgeschafft wurden.) Diese Zugmaschine wurde von Hanomag entwickelt und bis 1944 produziert.
 
 


Zwei Varianten, das SdKfz 11/2 und das SdKfz 11/3, wurden speziell für Dekontaminationsaufgaben bei der chemischen Kriegführung gebaut. Diese zwei Fahrzeugtypen konnten mehr Ausrüstung und Dekontaminationsmittel transportieren als die Variante SdKfz 10 und sie sollten den Einsatz von Panzern unterstützen. Aber wie auch bei den kleineren Fahrzeugen schienen nur wenige gebaut worden zu sein, und es liegen keine Berichte vor. dass man auf solche Fahrzeugegestoßen ist. Zweifellos wurden sie zu normalen Zugmaschinen umgenutzt. 
Besonders die Halbkettenfahrzeuge SdKfz 11 wurden bis Kriegsende in hohen Stückzahlen von der Auto-Union in Chemnitz produziert. Die Borgward Anlage in Bremen sollte die Produktion aufrechterhalten, aber sie wurde durch die Bombenangriffe so geschädigt, dass sie nur noch Einzelteile fertigen konnte. Damals wurden einige Änderungen vorgenommen um die Produktion zu vereinfachen. Die Metallaufbauten der frühen Modelle wurden durch hölzerne Vorrichtungen ersetzt, und um den Wirkungsradius der neuen Fahrzeuge zu erhöhen wurde das Fassungsvermögen der Treibstofftanks vergrößert (die normale Tankfüllung betrug 110 Liter). Der Bedarf an diesen Zugmaschinen war 1945 so groß, dass viele eingesetzt wurden um schwerere Artilleriegeschütze (und andere Ladungen) zu schleppen als die, für die sie vorgesehen waren. Ein Beispiel hierfür waren die großen 8,8cm Panzerabwehrkanonen Pak 43 und Pak 43/41.
 
 
 
 
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