.: Leichter Zugkraftwagen 1t ( SdKfz 10 ) :.
 

 
   
Fahrzeuge vom Typ Sdkfz 10 leichter Zugwagen 1t hier in ihrer ursprünglichen Rolle, beim Schleppen von 5-cm Panzerabwehrkanonen Pak 38. Neben den Segeltuchplanen mussten auch die Ausrüstungsgegenstände der Kanonenbesatzung auf dem Fahrzeugheck verstaut werden.
 
 
Von der großen Masse und dem hohen Gewicht des 18-Tonnen-SdKfz 9 führte die zahlenmäßige Aufeinanderfolge zurück auf die leichteste der Artilleriezugmaschinen, den SdKfz 10 leichter Zugkraft wagen 1t . Diese leichte Zugmaschine hatte ihren Ursprung in einer Forderung der Reichswehr aus dem Jahr 1932 und die Entwicklungsarbeit führte die Demag Wetter-Ruhr aus. Der erste Prototyp wurde 1934 fertig gestellt und 1937 kam das erste Produktionsmodell (D 7) heraus. Dieses wurde bis 1944 in seiner praktisch unveränderten Grundform produziert.
Spätere Versuche, dieses Modell zu ersetzen, kamen nicht weit, da es seiner Rolle bestens gerecht wurde.
Die Aufgabe bestand darin, leichte Infanterie- und andere Waffen zu schleppen und die erforderlichen Mannschaften in Stärke bis zu acht Mann zu transportieren. Diese Waffen umfassten die 3.7cm Panzerabwehrkanone Pak 35/36. das 7,5cm Geschütz für Infanterieunterstützung lelG 18 und das größere 15cm Infanteriegeschütz slG 33. Weitere Waffen, die geschleppt wurden, waren leichte Fliegerabwehrkanonen und später die 5cm und die 7.5cm Panzerabwehrkanonen Pak 38 und Pak 40. 
   
Dieses Sdkfz 10/4. eine Variante des Grundmodells der 1-Tonnen-Zugmaschine, hat eine 2-cm Flak 30 (komplett mit ihrem gekrümmten Schutzschild) und für den Einsatz heruntergeklappte Seitenwände. Einige dieser Fahrzeuge waren mit gepanzerten Kabinen ausgestattet um den Fahrer zu schützen. Zusätzliche Munition wurde gewöhnlich in einem Anhänger mitgerührt.
 
 
   
Ein Sdkfz 10/4 mit einer Flak 30 und mit heruntergeklappten Seitenwänden, die eine Plattform zum Feuern bildeten.
 
 
Das Grundfahrzeug wurde auch als Basis für die Serie des gepanzerten SdKfz 250 benutzt. Alles in allem war das SdKfz ein sehr populäres kleines Fahrzeug, das sich über den ganzen Krieg großer Nachfrage seitens aller Waffengattungen erfreute. Die Produktion erfolgte in zwei Hauptzentren, eines davon waren die Saurer-Werke in Wien, aber um 1943 konzentrierte sie sich auf das andere - die Mechanischen Werke in Cottbus, da die Anlage in Wien auf eine andere Produktion umgestellt wurde. Nach deutschen Angaben waren die Produktionsziffern sehr hoch. Mehr als 17 000 Stück sind fertiggestellt worden. 
In dieser Gesamtzahl der produzierten Fahrzeuge war die Grundform der Zugmaschine zahlenmäßig am stärksten vertreten, die aber gewöhnlich für andere Aufgaben eingesetzt wurde. Die ersten Varianten wurden noch in Erwartung eines Gaskrieges produziert: alle drei " SdKfz 10/1, SdKfz 10/2 und SdKfz 10/3" wurden als Fahrzeuge für die chemische Kriegführung hergestellt. Die erste war ein speziell ausgerüstetes chemisches Aufklärungsfahrzeug, während die zweite und die dritte Variante Dekontaminationsfahrzeuge waren, die Reinigungslösungen in Fässern oder Tanks transportierten. Nur sehr wenige dieser Spezialfahrzeuge schienen produziert worden zu sein und es liegen keine Berichte vor, wonach man je auf eins gestoßen ist. Anders war es mit dem SdKfz 10/4 und dem SdKfz 10/5, denn diese beiden wurden produziert um leichte einrohrige 2cm Fliegerabwehrkanonen (Flak) zu tragen. Das SdKfz 10/4 trug die Flak 30 und das SdKfz 10/5 von 1939 an die schneller feuernde Flak 38. Die zwei Fahrzeuge waren so konstruiert, dass ihre Seitenwände und die Rückwand heruntergeklappt werden konnten um eine Plattform für die Bedienungsmannschaft der Kanone zu bilden.
Viele Exemplare, die zur direkten Unterstützung der Bodenformationen operierten (im Gegensatz zu den Fahrzeugen, die von der Luftwaffe benutzt wurden), waren mit einer gesonderten Panzerung über dem Fahrerplatz ausgestattet.
Wie es zur damaligen Zeit üblich war, gab es nichtoffizielle, lokale Modifikationen der Serie des SdKfz 10. Eine so angepasste, nicht ungewöhnliche Waffe war die 3,7cm Panzerabwehrkanone Pak 35/36, die so montiert war, dass sie nach vorn feuerte, wobei sie noch mit einem Kanonenschild ausgestattet war. Eine weniger übliche, in ähnlicher Weise montierte Waffe war die spätere 5cm-Pak 38. 
 
 
 
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