.: Kleines Kettenrad ( SdKfz 2 ) :.
 

 
   
Das SdKfz 2 kleines Kettenrad war für den Einsatz als leichte Artillerie Zugmaschine vorgesehen, aber nach Kreta wurden es mehr als leichte Versorgungsfahrzeuge für vorgezogene Stellungen im schwierigen Gelände eingesetzt. Es konnte drei Mann transportieren.
 
 
Das SdKfz 2 kleines Kettenrad wurde anfangs für den Einsatz durch die neuen Luftlande- und Fallschirmeinheiten der deutschen Wehrmacht entwickelt und sollte ein sehr leichter Typ von Artilleriezugmaschine sein. Ursprünglich war es als Zugmaschine für die 3.7-cm-Panzerabwehrkanone Pak 35/36 vorgesehen, die speziell für Luftlandezwecke entwickelt wurde, sowie für die leichten rückstoßfreien Kanonen.
Die erste der kleinen Zugmaschinen wurde 1941 in den Dienst gestellt. Es war die NSU-101, ein kleines, aber komplexes Fahrzeug, das drei Mann befördern konnte einschließlich Fahrer, der hinter seiner Lenkstange fast in der Mitte des Fahrzeugs saß. Die relativ langen Ketten nahmen viel von der Gesamtlänge des Fahrzeugs auf jeder Seite ein. Der Motor lag unter und hinter dem Fahrer. Zwei Mann konnten mit Blickrichtung nach hinten aufsitzen. Die zu schleppende Ausrüstung wurde an einen Haken angehängt. Neben leichten Artilleriegeschützen konnte das Fahrzeug auch einen speziell konstruierten leichten Anhänger schleppen, der mit Munition oder Treibstoff beladen war. und sehr oft wurden die Sitze für die beiden Personen entfernt um mehr Platz für die Ladung und den Proviant zur Verfügung zu haben.
Als das Kettenrad in den Dienst gestellt wurde, war sein vorgesehener Haupteinsatz bei den deutschen Fallschirmtruppen bereits wieder zu den Akten gelegt worden, da diese inzwischen schwere Verluste an Personal und Flugzeugmaterial beim Luftlandeunternehmen gegen Kreta hinnehmen mussten. Danach kämpften die deutschen Luftlandeformationen als Bodentruppen und ihr Bedarf an den leichten Artilleriezugmaschinen war nicht länger dringlich. Folglich wurde das Kettenrad hauptsächlich als Versorgungsfahrzeug für Truppen eingesetzt, die in Gegenden operierten, wo andere Fahrzeuge nicht ohne Schwierigkeiten fahren konnten. Während das kleine Kettenrad Versorgungsaufträge über unpassierbar erscheinende Wege in Schlamm und Sand auszuführen vermochte, konnte es nicht sehr viel transportieren, denn seine Zugkraft war auf 450 kg begrenzt. Dies war oft ein Nachteil, zu dem noch die Tatsache hinzukam, dass relativ wenige Kettenräder gebaut wurden.
 
So blieben die verfügbaren nur wirklich schwierigen Missionen vorbehalten. Bald wurde vorgeschlagen eine längere Version zu produzieren, die als HK 102 bekannt werden sollte. Sie sollte einen 2-Liter-Motor erhalten (die ursprüngliche Version hatte einen 1,5-Liter-Motor) und in der Lage sein fünf Mann oder eine entsprechend größere Nutzlast an Versorgungsgütern zu transportieren. Dieser Typ erreichte das Konstruktionsstadium, wurde aber nicht produziert, da 1944 schließlich erkannt wurde, dass die Kettenräder ein teurer Luxus waren, den sich die deutschen Streitkräfte nicht länger leisten konnten.
 
   
Britische Soldaten probieren ein erbeutetes Sdkfz 2 kleines Kettenrad aus. Der Fahrer saß in einer Vertiefung zwischen den zwei Ketten, der Motor lag direkt hinter dem Fahrer.
 
 
Jene Kettenräder, die 1944 im Einsatz waren, dienten bis zum Ende, und es gab sogar einen spezialisierten Typ für schnelles Kabelverlegen um die Kommandostellen und vorgerückte Stellungen telefonisch zu verbinden. Es existierten zwei Varianten dieser Kabelverlegeversion. Eine diente zum Verlegen von normalen Telefonleitungen (SdKfz 2/1) und die andere zum Verlegen von Hochleistungskabeln für große Telefonzentralen
(SdKzf 2/2). Bei beiden waren die Kabeltrommeln auf einem Stahlrahmen montiert und ein Fernmelder führte das Kabel unter Benutzung einer Kabelführung von den Trommeln auf die Erde.


 
 
 
 
.: Allgemeine Informationen über diesen Artikel :. .: Bewertungs Optionen für diesen Artikel :. Aktuelle Bewertung .: Diesen Artikel per Formular an einen Freund weiterempfehlen :. .: Diesen Artikel Melden :.
 

 
     
       
     
 
Gesamtmenge der vorhandenen Artikel innerhalb "Deutschland": 60
 
Diese sind aufgeteilt in:
Zu Lande: 60 Artikel | Zu Wasser: 0 Artikel | In der Luft: 0 Artikel | Munition & Sprengkörper: 0 Artikel
Die Internetseite "www.waffensysteme39-45.info", ist Online seit dem: 01.02.2010