.: Land Wasser Schlepper ( LWS ) :.
 

 
   
Der Deutsche LWS, wurde gebaut um 20 Mann und eine dreiköpfige Mannschaft zu transportieren.
Er konnte auch einen schwimmenden Anhänger schleppen, der ein Fahrzeug oder Waffe trug.
 
 
1936 beauftragte der Generalstab der deutschen Wehrmacht die Rheinmetall Borsig AG, eine spezielle Zugmaschine zu entwickeln, die bei amphibischen Operationen eingesetzt werden kann. Sie sollte in der Lage sein einen speziellen Anhänger, der auch schwimmfähig war und Fahrzeuge oder andere Lasten bis zu einem Gewicht von 1800 kg tragen konnte, zu schleppen. An Land müsste sie den Anhänger an eine Stelle ziehen, wo er sicher entladen werden konnte.
Rheinmetall übernahm das Projekt und produzierte den Land-VVasser-Schlepper oder LWS. Der LWS war ein Motorschlepper, der mit Ketten ausgestattet war und eine große, hässliche Maschine darstellte, die sich jedoch als ein beachtlich konstruiertes Fahrzeug erwies. Der LWS hatte einen ebenen Boden mit zwei langen Reihen von Ketten auf jeder Seite. Vier Sätze von Laufrädern waren paarweise auf Blattfeder-Aufhängungen zu beiden Seiten befestigt. Der LWS hatte einen ausgeprägten Bug. und auf der Oberseite befand sich eine Kabine für die dreiköpfige Besatzung und Platz für weitere 20 Mann. Was wie ein kleiner Trichter erschien, war in Wirklichkeit ein Lufteinlass für den Motor. Am Heck waren zwei große Schiffsschrauben für die Fortbewegung im Wasser angebracht, Um das schiffsähnliche Aussehen des LWS abzurunden hatten die Seiten der Mannschaftskabine Bullaugen.
Im Gegensatz dazu war der große schwimmfähige Anhänger flach und bewegte sich zu Lande auf Rädern, die sich auf einer vorderen und zwei hinteren Achsen befanden. Am Heck konnte eine Rampe zum Beladen nach unten geklappt werden, wobei typisches Ladegut ein 18-Tonnen-Halbkettenfahrzeug SdKfz 9 war, dessen Besatzung für die Fahrt auf dem Wasser in den LWS überwechselte. 
Das Konzept des LWS mit Anhänger wurde durch eine Reihe von Versuchen durchgezogen ohne großes Verlangen nach Dringlichkeit. Das währte bis zu den Nachwirkungen vom Mai und Juni 1940. als die Aussicht auf die Operation "Seelöwe" (Einmarsch ins Vereinigte Königreich) bis in die vordersten Reihen drang. Der LWS und der Anhänger konnten zweifellos für solch eine Operation eingesetzt werden, obgleich eigentlich für die ruhigen Binnengewässer gedacht. 
   
Hier ein Land Wasser Schlepper LWS, bei der Landung an einem Strand.
 
 
Daher erhielt der LWS eine Zeitlang eine höhere Dringlichkeitsstufe, aber das Projekt kam nie so richtig zum Laufen und wurde 1941 ganz aufgegeben.Ein Nachteil des LWS bestand darin, dass er ungepanzert war, während Panzerung sich für Operationen wie die beabsichtigte erforderlich machte. Man erkannte auch, dass der schwimmende Anhänger etwas schwerfällig war. Daher wurde eine neue Idee aufgegriffen. Die Gesamtauslegung des LWS wurde beibehalten, aber dieses Mal sollten das Kettenwerk und die Aufhängung eines Panzers vom Typ PzKpfw IV ein leicht gepanzertes schwimmendes Fahrgestell tragen. Zwei dieser als Panzerfähre oder PzF bekannt gewordenen Fahrzeuge sollten einen großen Ponton zwischen sich transportieren mit dem Panzer oder einer anderen Ladung darauf. Somit wäre die PzF eher eine Fähre als eine Zugmaschine gewesen, aber das ganze Projekt wurde 1942 fallen gelassen, nachdem zwei Prototypen gebaut und getestet worden waren. 1945 wurde der LWS in Deutschland erbeutet und in Großbritannien von Experten technisch begutachtet.
 
 
 
 
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