.: Munitionspanzer IV - Munitionsträger Karl :.
 

 
   
Der Munitionspanzer IV Ausf F trug Artilleriegeschosse fuer die Selbstfahrlafette Mörser Karl auf einer Plattform über dem Rumpf. Sie wurden auf die Ladeschale des Karl mittels eines vorne montierten Auslegerkrans gehoben, der hier im eingeklappten Zustand über der Plattform für die Geschosse, zu sehen ist.
 
 
Als die Konstruktionsabteilungen, die die massive Haubitze Karl (Gerät 040) herausbrachten, ihre Pläne auf die Reißbretter fixierten, übersahen sie eine Position: Die Versorgung der großkalibrigen, kurz-rohrigen Mörser mit Munition. Dieses Versehen wurde bald erkannt, und die Firmen wurden beauftragt spezielle Munitionsträger bereitzustellen. Sie mussten dorthin gebracht werden, wo die Karls stationiert wurden. Diese Träger mussten groß sein und ebenfalls mit Ketten ausgestattet, denn die Karls feuerten riesige betonzerstörende Geschosse ab. die nicht weniger als 2170 kg wogen und ein Kaliber von 60cm hatten. Spätere Versionen (Gerät 041) hatten ein Kaliber von 54 cm. und das Geschoss wog 1250 kg. 
Das Fahrzeug, das zum Munitionsträger für die Karls ausgewählt wurde, war der PzKpfw IV Ausf F. Diese Fahrzeuge wa-ren keine Ilmbauten, sondern wurden neu gebaut unter Verwendung des Rumpfes, der Aufhängung und anderer Bauteile des Panzers, wobei sich an der Stelle des gewöhnlichen Turms eine Plattform befand, die die gesamte Oberseite des Rumpfes bedeckte. \n der Vorderseite der Plattform befand sich nach links versetzt ein Kran mit einer Tragfähigkeit von 3000 kg, dessen drehbarer Ausleger normalerweise nach hinten abgelegt war. Die Hauptplattform wurde als Lagerfläche für zwei oder drei Geschosse benutzt.
Kleine seitliche Wände aus Metall waren angebracht um das Herunterfallen der Munition zu verhindern, sie wurden aber im Feld oft entfernt. Die Ausrüstung für den Karl wurde größtenteils mit der Eisenbahn transportiert. Und der Zug. der die Teile des Karl beförderte, hatte auch eine Kupplung für Niederbordwagen um Munitionspanzer oder Munitionsschlepper zu tragen. Nahe des Einsatzortes wurden die Karls zusammengesetzt und dann in die genaue Feuerposition gebracht 
   
Hier ist er mit hochgestelltem Auslegerkran in Bereitschaft zu sehen. Der Kran war um 360 Grad schwenkbar.
 
 
   
Ein Munitionsträger Karl Ausf F mit eingeklappten Ausleger, und vorne mit abgelegten Hebegreifer für die Geschosse. Jeder dieser Munitionsträger konnte drei 60cm Geschosse tragen.
 
 
Die Entladung von den Frachtwaggons erfolgte mittels eines Portalkranes oder durch Einsatz des Krans vom Munitionsträger. Die Träger fuhren dann zur Abfeuerstelle und luden ihre Geschosse ab, indem sie dicht am Ladeloch des Karl parkten und die Munition direkt auf die Ladeschale luden. Auf dem Kran selbst wurden spezielle Munitionsmanipulatoren und Greifer benutzt. Wenn ihre Ladung abgefeuert war, fuhren die Trägerfahrzeuge davon um neue zu holen.Nicht alle Karl-Transporte wurden per Schiene durchgeführt. Für den Straßentransport über längere Strecken wurde der Mörser zerlegt und auf spezielle Culemeierfahrzeuge verlastet. Für diesen Fall wurden die Trägerfahrzeuge auf spezielle beräderte Hänger gezogen, die von großen Halbkettenfahrzeugen geschleppt wurden. Die gewöhnliche Zuweisung von Trägerfahrzeugen zu einem einzigen  
Karl betrug im Allgemeinen zwei. Zu einem „Karl-Zug" gehörten auch zwei Lastwagen, zwei leichte Personenwagen und mindestens ein 12-Tonnen-Halbkettenfahrzeug um die Besatzung des Karl zu befördern.Die 60-cm-Mörser gehörten zu den am meisten spezialisierten aller deutschen Artilleriewaffen. Sie wurden als Festungsbrecher konstruiert, waren aber während des Zweiten Weltkrieges nicht sehr gefragt. Sie und ihre auf dem PzKpfw IV beruhenden Munitionsträger kamen während der Belagerung von Sewastopol zum Einsatz und 1944 sollen einige Mörser Karl bei der Niederschlagung von der polnischen Heimatarmee geführten Warschauer Aufstands eingesetzt worden sein.
 
 
 
 
.: Allgemeine Informationen über diesen Artikel :. .: Bewertungs Optionen für diesen Artikel :. Aktuelle Bewertung .: Diesen Artikel per Formular an einen Freund weiterempfehlen :. .: Diesen Artikel Melden :.
 

 
     
       
     
 
Gesamtmenge der vorhandenen Artikel innerhalb "Deutschland": 60
 
Diese sind aufgeteilt in:
Zu Lande: 60 Artikel | Zu Wasser: 0 Artikel | In der Luft: 0 Artikel | Munition & Sprengkörper: 0 Artikel
Die Internetseite "www.waffensysteme39-45.info", ist Online seit dem: 01.02.2010