.: Jagdpanther / Panzerjäger Panther / SdKfz 173 :.
 

 
   
Ein Jagdpanther ( Panzerjäger I )
 
 
Die erstmalige Produktion des Jagdpanther im Februar 1944 kennzeichnete einen entschiedenen Schritt weg von einer Periode, in der die Panzerjäger übereilte Umrüstungen oder Improvisationen waren. Von da an stellten die Panzerzerstörer eine auf ihren Zweck hin gebaute Gefechtswaffe dar. Die Produktion des Jagdpanther wurde zum ersten Mal Anfang 1943 erörtert, als Panzerjäger in großen Mengen erforderlich waren. Durch Übernahme der besten verfügbaren Panzerfahrgestelle hoffte man. dass die Produktionszahlen den Bedarf decken würden. So wurde das Panther-Fahrgestell praktisch unverändert als Basis für den neuen Panzerjäger benutzt, und es wurde eine 8.8-cm-Pan-zerabwehrkanone Pak 43 auf einen gut abgeschrägten und unterschiedlich stark gepanzerten Aufbau gesetzt mit einem 7,92-mm-Maschinengewehr MG 34 oder MG 42 für die Nahverteidigung. Dieser Prototyp, damals als Panzerjäger Panther bekannt, wurde Hitler im Oktober 1943 vorgeführt und er selbst verfügte die Umbenennung in Jagdpanther. Als ein ausgezeichnetes Kampffahrzeug - zudem als eines der berühmtesten des Zweiten Weltkrieges - verdient es der Jagdpanther, verschwenderisch mit Superlativen bedacht zu werden. Er war schnell, gut gepanzert und er trug eine feuerstarke Kanone. Darüber hinaus umgab ihn eine bestimmte Aura, die ihn von all seinen Zeitgenossen unterschied. Die Konstruktion war so ausgereift, dass er heute, Jahrzehnte nach seinem ersten Erscheinen, in keinem Panzerpark als altmodisch auffallen würde. Der Jagdpanther konnte praktisch jeden feindlichen Panzer einschließlich des sowjetischen IS-2 ausschalten, obwohl bei diesen für eine hohe Abschusswahrscheinlichkeit ein Seitenschuss erforderlich war. Gelegentlich konnten einzelne Jagdpanther oder kleine Gruppen von ihnen den Vormarsch der alliierten Panzerstreitkräfte über beträchtliche Zeitspannen aufhalten. Zum Glück für die Alliierten erreichte die Produktion des Jagdpanther nie die geplante Stückzahl von 30 pro Monat. Als die Produktionsstätten im April 1945 besetzt wurden, waren nur 382 fertiggestellt worden - eine Tatsache, der die Besatzungen der alliierten Panzer sehr dankbar gewesen sein müssen. Die Hauptursache für diese niedrige Gesamtzahl an produzierten Exemplaren waren die Unterbrechungen und Schäden, die von den alliierten Bombenangriffen auf die beiden Hauptproduktionsstätten, die MIAG-Anlage in Braunschweig und das Eisenwerk Kirchmöser in der Stadt Brandenburg angerichtet wurden. Diese Unterbrechungen führten dazu, dass mehrere Variationen des Jagdpanther im Einsatz waren, zum Beispiel hatten einige große aufgeschraubte Verkleidungen. Die späten Versionen benutzten Kanonen aus zweiteiligen Rohren, damit ein Rohrwechsel erleichtert wurde. Ferner änderte sich die Verstauung der Werkzeuge und anderer Teile am Äußeren beträchtlich.
Der Jagdpanther hatte eine fünfköpfige Besatzung, und im Innern des gut abgeschrägten und stark gepanzerten Aufbaus war Platz für 60 Schuss Munition. Gegen Ende des Krieges wurden Pläne für eine neue Version mit einer 12.8-cm-Panzerabwehrkanone geschmiedet, aber aufgrund der Ereignisse nur eine hölzerne Attrappe gebaut. Doch selbst mit der üblichen 8.8-cm-Kanone war der Jagdpanther ein gefährlicher Panzerzerstörer, der von den alliierten Panzerbesatzungen sehr gefürchtet war und ziemlichen Respekt genoß. Wenige andere gepanzerte Gefechtsfahrzeuge des Zweiten Weltkrieges erreichten seine einzigartige Kombination von Feuerstärke, Vernichtungskraft, Beweglichkeit und Schutz.
 
 
 
 
.: Allgemeine Informationen über diesen Artikel :. .: Bewertungs Optionen für diesen Artikel :. Aktuelle Bewertung .: Diesen Artikel per Formular an einen Freund weiterempfehlen :. .: Diesen Artikel Melden :.
 

 
     
       
     
 
Gesamtmenge der vorhandenen Artikel innerhalb "Deutschland": 60
 
Diese sind aufgeteilt in:
Zu Lande: 60 Artikel | Zu Wasser: 0 Artikel | In der Luft: 0 Artikel | Munition & Sprengkörper: 0 Artikel
Die Internetseite "www.waffensysteme39-45.info", ist Online seit dem: 01.02.2010