.: Nashorn Hornisse / SdKfz 164 :.
 

 
   
Das SdKfz 164 Hornisse war der erste Panzerjäger, der die 8,8cm Pak 43/1 trug,
und das selbe Fahrgestell wie der Hummel hatte.
 
 
Während der Kriegsjahre 1943/1944 führte die Wehrmacht eine große Anzahl von hastigen Improvisationen durch um ausreichende Stückzahlen von Panzerjägern ins Feld zu schicken, wobei einige davon besser abschnitten als andere. Eine dieser hastigen Maßnahmen war die Übernahme des speziellen Waffenträgerfahrzeugs, das ursprünglich produziert worden war um die große 15-cm Feldhaubitze sFH 18 zu tragen. Sie war als Geschützwagen III/IV bekannt, da sie auf dem Fahrgestell der PzKpfw IV beruhte, aber einige Antriebsteile des PzKpfw III benutzte. Trotz des großen Bedarfs an der Artillerieversion dieses Waffenträgers wurde entschieden ihn so anzupassen, dass er die große 8,8-cm-Panzerabwehrkanone als 8,8-cm-Pak 43/1 auf GW III/IV aufnehmen konnte. Der erste dieser neuen Panzerjäger wurde 1943 eingesetzt und lief unter zwei Namen: Der offizielle Name war Nashorn aber Hornisse war auch weit verbreitet.
Der Nashorn war wohl eine der Zwischenlösungen als Panzerjäger-Konstruktion, denn obgleich die Kanone hinter der Panzerung an der Vorderseite und an den Seiten montiert war, war die Panzerung relativ dünn, und die Ober- und Rückseite waren offen. Der Kanonenaufbau selbst war ziemlich hoch, was entscheidende Gefechtsnachteile mit sich brachte, wobei das Problem der Tarnung nicht das kleinste war. Da das Fahrgestell als Träger für Artilleriewaffen ausgelegt war. war die Größe ursprünglich von geringer Bedeutung, für einen Panzerjäger jedoch wichtig, da sie die Annäherung an Panzerziele sehr erschwerte. Daher wurde der Nashorn oft als Fernwaffe eingesetzt, die durch ihre beträchtliche Feuerstärke und Zielgenauigkeit imstande war Ziele in Entfernungen von 2000 m und mehr zu bekämpfen. Die meisten der anderen Panzerjägertypen kämpften aus viel kürzeren Entfernungen. Der Nashorn hatte eine fünfköpfige Besatzung, von der nur der Fahrer vollständigen Schutz durch die Panzerung hatte. Der Rest der Besatzung war im offenen Gefechtsabteil nur mit einer Segeltuchabdeckung gegen die Witterungseinflüsse geschützt. Die meisten der 40 Schuss Munition, die mitgeführt wurden, befanden sich in verschließbaren Fächern längs der Seiten des offenen Abteils. Der Ladeschütze war nicht nur mit den gewöhnlichen Sichtgeräten für Direktsicht, sondern auch mit Artillerie-Visiereinrichtungen ausgerüstet für solche Fälle, wo die Pak 43 als Artilleriewaffe großer Reichweite eingesetzt wurde. In den späteren Produktionsphasen wurde die Pak 43 durch die ähnliche 8,8cm-Pak 43/41 ersetzt um die Produktion der Pak 43 zu beschleunigen. Obgleich sie abweichend vom Original gefertigt wurde, war sie hinsichtlich der Ballistik mit diesem identisch. Der Nashorn trug ein Maschinengewehr für die örtliche Verteidigung und die Besatzung war vermutlich mit wenigstens zwei Maschinenpistolen ausgestattet. Der größte Teil der Produktion des Nashorn war bei den Deutschen Eisenwerken in Teplitz-Schönau und Duisburg konzentriert, und als die letzten Fahrzeuge 1944 vom Band liefen, waren 473 Stück gebaut worden. Im Kampf machte die feuerstarke Kanone den Nashorn zu einer starken Fahrzeug-Waffe-Kombination, obwohl er eigentlich zu hoch und massig für die Rolle als Panzerjäger war. Nur dadurch, dass etwas Besseres fehlte, wurde der Nashorn weiterhin produziert. Sein Nachfolger wurde der Jagdpanther.
 
 
 
 
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