.: Hetzer / Panzerjäger 38 (t) :.
 

 
   
Dieser Jagdpanzer 38(t) Hetzer hatte ein auf der Wannendecke montiertes, fernbedientes Maschinengewehr für den Naheinsatz und Selbstschutz. Die kleinen abstehenden seitlichen Panzerplatten sollten vor Panzerabwehrwaffen schützen. Es wurden mehr als 1500 Stück produziert.
 
 
Obgleich die Umrüstungen vorhandener Panzerfahrgestelle mit der jeweiligen Bewaffnung zu Panzerjägern, wie dem Marder III, bescheidene Erfolge aufwiesen, so waren die Ergebnisse doch hohe und schwerfällige Fahrzeuge, denen man die Eile anmerkte, in der sie produziert wurden. Dem gegenüber zeigten die verschiedenen als Sturmgeschütze bezeichneten Artilleriefahrzeuge für die direkte Infanterieunterstützung bei vielen Gelegenheiten, dass sie auch als Panzerzerstörer eingesetzt werden konnten. Daher entschied man im Jahr 1943. einen leichten Panzerjäger nach den Leitlinien der Sturmgeschütze zu produzieren, wofür das Fahrgestell des PzKpfw 38(t) die Grundlage bildete. 
   
Die niedrige Höhe des Hetzers ist hier gut erkennbar. Man beachte die rationell geformte Kanonenverblendung, die einen gesonderten Vorderseitenschutz bot, und das fehlen einer Mündungsbremse, mit der gewöhnlich die anderen Deutschen Fahrzeuge dieser Art ausgestattet waren.
 
 
Das Ergebnis war einer der besten deutschen Panzerjäger, der Jagdpanzer 38(t) für 7,5cm Pak 39 oder Hetzer. Der Hetzer benutzte den Ausgangsmotor, die Aufhängung und das Getriebe des PzKpfw 38(t), verbunden mit einem neuen gepanzerten Rumpf, mit stark geneigten Stirn-, Bordwand- und Heckpanzerplatten um einen gesonderten Schutz für die vierköpfige Besatzung zu bieten. Die Bewaffnung war die übliche 7.5cm-Pak 39, die für dieses Fahrzeug abgewandelt wurde, zusammen mit einem auf dem Dach montierten MG 34. Die Produktion dieses neuen Fahrzeugs begann in Prag gegen Ende 1943. Ferner waren Fabriken in Pilsen, Königgrätz und Breslau beteiligt. Diese Betriebe arbeiteten bald pausenlos, denn der Hetzer erwies sich als eine sehr erfolgreiche Kanone-Fahrgestell-Kombination. Er hatte ein breites, niedriges Profil, bot der Besatzung ausreichenden Schutz und war äußerst geländegängig. Die Kanone konnte sogar die schwersten feindlichen Panzer außer Gefecht setzen, während der Hetzer selbst aufgrund seiner niedrigen Silhouette nur schwer geknackt werden konnte. 
Von der Front kam der Ruf nach immer mehr dieser Fahrzeuge, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass Ende 1944 die gesamte verfügbare Produktion des PzKpfw 38(t) auf den Hetzer ausgerichtet war. Die Produktion dauerte an, bis im Mai 1945 die letzten Betriebe die Produktion einstellen mussten. Bis dahin waren 1577 Stück gebaut worden. Vom Hetzer wurden einige Versionen produziert. Eine davon war der Flammenwerfer Flammpanzer 38(t) und eine andere ein Bergefahrzeug, der Bergepanzer 38(t). Die Geschichte des Hetzer war aber 1945 nicht zu Ende. Es dauerte nicht lange, bis er wieder produziert wurde, und zwar für die tschechische Armee. Der Hetzer wurde zwischen 1947 und 1952 sogar in die Schweiz exportiert, und die Schweizer Armee benutzte ihn bis in die siebziger Jahre. Die Hetzer der Kriegszeit wurden für eine Reihe von Versuchen mit verschiedenen Waffenaufbauten benutzt. So wurden beispielsweise Versuche durchgeführt, bei denen die Kanonen direkt mit der vorderen Rumpfpanzerung und ohne Rückstoßmechanismus verbunden wurden. Das Konzept funktionierte. Ein anderes Versuchsmodell war ein Sturmgeschütz, das eine 15cm-Infanteriehaubitze trug. Es gab mehrere ähnliche Projekte, aber keines erreichte das Produktionsstadium, denn die Montagelinien hatten sich auf den Ausstoß von immer mehr Hetzern zu konzentrieren um den Bedarf zu decken.
Der Hetzer wird als einer der besten aller deutschen Panzerjäger betrachtet, er war ein feuerstarkes kleines Fahrzeug, das viel wirtschaftlicher produziert werden konnte als viele der größeren Fahrzeuge. Obwohl er nur mit einer 7,5cm-Kanone bewaffnet war, konnte er fast jeden Panzer außer Gefecht setzen, war gut getarnt und nur geringfügig höher als ein stehender Mensch.
 
 
 
 
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